Grundlagen

Die Vogelgrippe entsteht durch eine Infektion mit dem Influenzavirus –Typ A/H5N1. Es kann von Geflügel der Nutztierhaltung und Wildvögeln auf den Menschen übertragen werden. Intensiver Kontakt mit den Tieren ist daher ein wichtiger Risikofaktor. Die Vogelgrippe ist mit einer relativ hohen Sterblichkeit verbunden. Besonders stark betroffen sind jüngere Menschen. Die Hauptsymptome sind hohes Fieber, Husten, Atemnot und Halsschmerzen, mitunter auch Durchfall und Erbrechen. Im weiteren Verlauf der Erkrankung entwickelt sich meist eine Lungenentzündung, die zu Lungenversagen und Tod führen kann. Seit Ende 2010 gibt es für eine Schutzimpfung beim Erwachsenen einen Impfstoff namens Aflunov.

Der Begriff Vogelgrippe (Aviäre Influenza) bezeichnet eigentlich eine Viruserkrankung bei Vögeln. Im populärwissenschaftlichen Gebrauch wird der Begriff Vogelgrippe nur für jene Form der Erkrankung verwendet, die durch den Virus-Subtyp Influenza A/H5N1 verursacht ist. Der Subtyp A/H5N1 infiziert vor allem Vögel – speziell eng gehaltenes Geflügel in der Nutztierhaltung – mit der sogenannten Geflügelpest. Wie alle anderen durch Influenzaviren verursachten Geflügelkrankheiten handelt es sich auch bei dieser Unterform um eine meldepflichtige Tierseuche. Das Besondere bei diesem Virusstamm ist, dass er den Sprung auf den Menschen geschafft hat. Betroffene hatten bisher stets im Vorfeld intensiven Kontakt zu infizierten Tieren, etwa beim Schlachten, oder bei der Beseitigung infizierter Tiere. Diese Grippeart hat beim Menschen eine ungewöhnlich hohe Mortalitätsrate von über 50 Prozent.

IN KÜRZE:

Ist A/H5N1 länger als eine Sekunde Temperaturen über 70 Grad ausgesetzt, wird es inaktiv.

Robuste Viren

Das Virus kann geschützt durch organisches Material wie Kot, Blut etc. in Tierställen bis zu einige Wochen überstehen. Es zeigt eine relativ hohe Umweltstabilität, die bei niedrigen Temperaturen noch ausgeprägter Ist. Bis zu vier Tage Temperaturen von 22 Grad Celsius ausgesetzt zu sein, macht ihm nichts aus. Mehr als 30 Tage überlebt es 0 Grad Celsius und nahezu unbegrenzt im Eis. Die Viren sterben zuverlässig erst dann ab, wenn sie Temperaturen über 70 Grad Celsius zum Beispiel  während des Garens von Fleisch ausgesetzt waren.

 

 

GUT ZU WISSEN:

Viren können sich nicht ohne fremde Hilfe vermehren, da sie keinen eigenen Stoffwechsel besitzen. Sie nutzen die Rohstoffe der Wirtszelle, um sich zu vermehren. Die neuen Viren werden freigesetzt und infizieren ihrerseits wieder neue Wirtszellen.

Hat eine Infektion mit A/H5N1 Spätfolgen?

Eine Infektion mit A/H5N1 könnte womöglich Spätfolgen haben. Das schließen Forscher aus Untersuchungen an Mäusen, die sie zuvor mit Vogelgrippeviren vom Typ H5N1 infiziert und über längere Zeit beobachtet hatten. Obgleich das Immunsystem der Mäuse die Viren erfolgreich bekämpfte, wiesen die Nerven-und Gehirnzellen der erkrankten Mäuse noch lange nach der Infektion Veränderungen auf. Ob diese Ergebnisse auch auf den Menschen zutreffen, ist derzeit noch völlig offen.

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Quellen:

Letzte Aktualisierung:

05.08.16

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