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EmPAH

Proof-of-concept study of Empagliflozin in patients with pulmonary arterial hypertension (EmPAH)

Ansprechperson(en) zur Studie

Krankheitsbild

Pulmonale arterielle Hypertonie (PAH) - arterieller Lungenhochdruck

Zielsetzung

In dieser Studie wird eine neue Therapie zur Behandlung pulmonaler Hypertonie erprobt. Es wird untersucht, ob eine vierwöchige Behandlung mit dem Prüfpräparat Empagliflozin den Lungendruck senkt und die Funktion des rechten Herzens verbessert. Außerdem werden folgende Punkte erfasst:

  • Funktion des rechten Herzens
  • Lungenfunktion
  • Schwere der Erkrankung
  • Lebensqualität
  • Sicherheit und Verträglichkeit von Empagliflozin

Empagliflozin ist bereits für Menschen mit einer bestimmten Form der Herzschwäche zugelassen. Es kann den Druck in den Lungengefäßen senken und die Herzfunktion verbessern.

Aufnahmekriterien

Menschen mit pulmonaler Hypertonie (PAH, Lungenhochdruck) der Gruppe 1, die eine optimierte leitliniengerechte medikamentöse PAH-Therapie erhalten. Die Medikation muss für mindestens zwölf Wochen vor der Untersuchung gleich und in einer stabilen Dosierung für jedes Medikament für mindestens acht Wochen sein.

Einschlusskriterien

  1. Männer und Frauen über 18 Jahren
  2. Body Mass Index größer 18 kg/m2
  3. Unterschriebene Einwilligungserklärung
  4. Symptomatische PAH, die zu einer der folgenden Subtypen der klinischen Gruppe 1 der WHO 2018 gehört:

    a) Idiopathische PAH
    b) Heritable PAH
    c) Medikamenten- oder Toxin-induziert
    d) PAH in Verbindung mit:

    1. Bindegewebserkrankung 
    2. angeborenem systemisch-pulmonalen Shunt (Vorhofseptumdefekt, Ventrikelseptumdefekt, offener Ductus arteriosus), der mindestens ein Jahr vor dem Screening repariert wurde
    3. Infektion mit dem Humanen Immundefizienz-Virus (HIV); falls eine HIV-Infektion diagnostiziert wurde, muss der Krankheitsstatus wie folgt definiert sein:

    a) stabile Behandlung mit HIV-Medikamenten seit mindestens acht Wochen vor dem Screening
    b) keine aktive opportunistische Infektion während des Untersuchungszeitraums
    c) keine Krankenhausaufenthalte aufgrund von HIV seit mindestens vier Wochen vor dem Screening

  5. WHO Funktionsklasse II oder III
  6. Bestätigte PAH-Diagnose und Erfüllung aller folgenden hämodynamischen Kriterien durch eine vor der Randomisierung durchgeführte Rechtsherzkatheterisierung:

    a) mPAP von > 20 mmHg
    b) PVR ≥240 dyne-sec/cm5
    c) pulmonaler Kapillardruck (PCWP) ≤ 15 mmHg

  7. Derzeit stabile Behandlung mit einem oder mehreren für PAH zugelassenen Medikamenten. Eine stabile Therapie ist definiert als dieselbe(n) Medikation(en) für ≥ 12 Wochen vor dem Rechtsherzkatheter-Screening und einer stabilen Dosierung für jede dieser Behandlungen ≥ 8 Wochen vor dem Rechtsherzkatheter-Screening.
  8. Für Frauen im gebärfähigen Alter: ein negatives Ergebnis eines Schwangerschaftstests UND die Zusage, eine hochwirksame Verhütungsmethode während des gesamten Zeitraums von der Einverständniserklärung bis 30 Tage nach der letzten Verabreichung des Prüfpräparates zu verwenden.

Ausschlusskriterien

  1. Wesentliche Änderung des Diuretikums innerhalb der letzten 48 Stunden vor dem Randomisierungsbesuch (wesentliche Änderung definiert durch Verdopplung der Diuretikum-Dosis oder Zusatz eines anderen Diuretikums)
  2. Typ 1 Diabetes
  3. eGFR < 30 ml/min/1,72 m2
  4. schwangere oder stillende Frauen
  5. Folgende WHO PH-Gruppen:
    a) PAH der WHO-Gruppe 1 in Verbindung mit portaler Hypertonie oder Schistosomiasis (Wurmerkrankung, auch Bilharziose genannt)
    b) PH aufgrund einer Erkrankung des linken Herzens (WHO- Gruppe 2)
    c) Lungenerkrankungen und /oder Hypoxie (WHO-Gruppe 3)
    d) chronischer thromboembolischer PH (WHO PH Gruppe 4) oder
    e) PH mit unklaren multifaktoriellen Mechanismen (WHO Gruppe 5)
  6. PH verbunden mit:

    a) signifikante venöse oder kapillare Beteiligung (PCWP > 15 mmHg)
    b) pulmonale Kapillarhämangiomatose
    c) Portalhypertonie oder
    d) nicht reparierte angeborene Herzfehler

  7. Überempfindlichkeit gegen den Wirkstoff oder andere Bestandteile wie: Hydroxypropylmethylcellulose (HPMC), Mannitol, kolloidales Siliziumdioxid (hochdispergiert)
  8. Lithiumtherapie
  9. erhöhtes Ketoazidose-Risiko aufgrund von:
    a) einer geringen B-Zellfunktionsreserve (zum Beispiel Menschen mit Typ 2 Diabetes mit niedrigem C-Peptid oder latentem Autoimmundiabetes bei Erwachsenen (LADA) oder Personen mit einer Pankreatitis-Vorgeschichte (Bauchspeicheldrüsenentzündung))
    b) Bedingungen, die zu einer eingeschränkten Nahrungsaufnahme oder schwerer Dehydrierung führen
    c) einer Verringerung der Insulindosis
    d) erhöhter Insulinbedarf aufgrund einer akuten Erkrankung, einer Operation oder Alkoholmissbrauchs

Teilnahmedauer

8 Wochen

Die medikamentöse Behandlung dauert insgesamt vier Wochen. Es sind vier Studientermine vorgesehen: 

  • Zwei Termine finden vor Ort statt. 
  • Zusätzlich gibt es zwei telefonische Termine – zwei Wochen nach Studienbeginn und vier Wochen nach der letzten Einnahme des Medikaments.

Untersuchungen und/oder Behandlungen im Rahmen der Studie

Folgende Studienuntersuchungen werden bei der Eingangs- sowie Abschlussvisite durchgeführt:

Zusätzlich erfolgt in Gießen noch eine Conductance Katheteruntersuchung. Bei Frauen im gebärfähigen Alter wird außerdem ein Schwangerschaftstest durchgeführt.

Teilnehmende Prüfzentren

Zentrum für Interstitielle und seltene Lungenerkrankungen der Universitätskliniken Giessen und Marburg (UGMLC)
Justus-Liebig-Universität Gießen
Klinikstraße 36
35392 Gießen

Und

Koordinierungszentrum für Klinische Studien
Karl-von-Frisch-Straße 4
35043 Marburg
E-Mail: empahspam prevention@kks.uni-marburg.de
Tel.: +49 (0)6421 2826 618

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