COMPERA-Register
COMPERA und COMPERA/KIDS
Krankheitsbild
Lungenhochdruck
Zielsetzung
Für Lungenhochdruck (Pulmonale Hypertonie, kurz PH/PAH) gibt es mittlerweile zahlreiche Einzel- und Kombinationstherapien. Da kontrollierte klinische Studien oft nur einen Teil der benötigten Erkenntnisse für den Behandlungsalltag liefern, wurde das COMPERA-Register ins Leben gerufen. Es sammelt umfassende Daten aus der realen, täglichen Praxis, um die medikamentöse Therapie von Lungenhochdruck langfristig zu optimieren. Untersucht werden unter anderem der Krankheitsverlauf, das Überleben in verschiedenen Patient:innengruppen, der Einfluss von Medikamenten auf den Behandlungserfolg sowie Trends in der Therapieentwicklung.
Ablauf:
Das internetbasierte Register erfasst fortlaufend Personen, bei denen eine neue medikamentöse Lungenhochdruck-Therapie begonnen wird. Für die teilnehmenden Zentren gelten strenge Qualitätsvorgaben, wie automatische Datenprüfungen und regelmäßige Kontrollen vor Ort, um eine hohe Datenqualität zu sichern. Die beteiligten Kliniken können ihre anonymisierten Behandlungsergebnisse vertraulich mit den Gesamtdaten und den medizinischen Leitlinien vergleichen, was direkt der Qualitätssicherung dient.
Aufnahmekriterien
Das Register steht Personen offen, bei denen eine medikamentöse Therapie gegen Lungenhochdruck neu eingeleitet wird.
Im Rahmen des Projekts COMPERA-KIDS werden auch Kinder jeden Alters mit allen Formen von Lungenhochdruck dokumentiert. Zudem erfasst ein eigener Bereich (COMPERA-Eisenmenger) speziell Personen mit angeborenem Herzfehler und einer sogenannten Eisenmenger-Reaktion, selbst wenn diese keine spezifischen Lungenhochdruck-Medikamente erhalten.
Teilnahmedauer
Langfristig begleitend
Untersuchungen und/oder Behandlungen im Rahmen der Studie
Da es sich um ein reines Beobachtungsregister handelt, erfolgen keine zusätzlichen medizinischen Untersuchungen. Erfasst werden die im klinischen Alltag ohnehin erhobenen medizinischen Werte. Dazu gehören
- demografische Daten,
- die genaue Krankheitsgeschichte,
- Details zur medikamentösen Therapie sowie
- langfristige Verlaufs- und Behandlungsergebnisse.
Teilnehmende Prüfzentren
Thoraxklinik Heidelberg
Prof. Ekkehard Grünig
Kontakt: Prof. Ekkehard Grünig
E-Mail: Ekkehard.Gruenig@med.uni-heidelberg.de
Tel.: +49 (0)6221 39 61 23 0