Motivation

Laut Duden bezeichnet der Begriff „Motivation“ die Gesamtheit aller Beweggründe und Einflüsse, die eine Entscheidung oder Handlung beeinflussen, beziehungsweise zu einer bestimmten Handlungsweise anregen. Synonyme sind zum Beispiel „der Grund“, „der Ansporn“ oder „der Anreiz“.  Kurz gesagt:

  • Warum tue ich bestimmte Dinge?
  • Oder weshalb lasse ich es?
  • Welches Ziel verfolge ich dabei?

Ständig motiviert zu sein und es auch auf lange Sicht zu bleiben, kann oft eine große Herausforderung sein. Eine Lungenerkrankung beeinflusst meist das gesamte Leben und der Alltag muss sich den Therapieregeln anpassen. Welche Atemübungen sind wann zu machen? Habe ich alle Medikamente pünktlich genommen? Wann ist der nächste Arzttermin? Und nützt mir diese Therapiemaßnahme überhaupt?

Alles richtig zu machen und nichts zu vergessen kann anstrengend werden und fordert von den Patienten ein hohes Maß an Selbstmanagement, Eigenverantwortung und eben auch Motivation. 

Warum ist Motivation wichtig?

Motivation bei Lungenerkrankungen
Foto: @Bluedesign/ fotolia

Gründe, warum man sich selbst immer wieder motivieren sollte, sind vielfältig. Patienten finden es oft motivierend zu wissen, dass sie aus eigener Kraft gegen die Atemwegserkrankung ankämpfen können und so aktiv einige Aspekte der Krankheit beeinflussen sowie ein Stück weit kontrollieren können. Der Wunsch danach, möglichst wenig Medikamente nehmen zu müssen, belastbarer zu sein und dadurch eine bessere Lebensqualität zu haben, kann motivieren.
So weiß man zum Beispiel: Wer sich bewegt, ist fitter. Und durch eine aktivere Lebensweise lässt sich auch das Risiko für Komplikationen verringern, und der Fortschritt der Krankheit bremsen.

Das soziale Umfeld spielt ebenfalls eine große Rolle. Kümmern sich Eltern, Kinder, Enkelkinder, Partner und Freunde um einen und zeigen, dass man ihnen wichtig ist, fällt die Motivation leichter. Man tut es nicht nur für sich selbst.

Wie kann ich mich selbst motivieren?

Sich selbst zu motivieren kann bereits damit beginnen, etwas zu finden, das einen glücklich macht. Etwas, auf das man sich konzentrieren kann und das einem das Gefühl gibt, gebraucht zu werden. Motivierende Beispiele können die Familie, Freunde, ein Hobby oder auch ein Ehrenamt sein.
Oder motivieren Sie sich mit kleinen Belohnungen für eingehaltene Therapievorgaben.

 

 

 

 

Kleine Motivationshilfen: Lungen-Apps, Schrittzähler und Asthma-Tagebücher

Apps als Motivationshilfe
Foto: @Tanusha/ fotolia

Kleine digitale oder klassisch analoge Motivationshilfen können Lungenpatienten ebenfalls bei den Herausforderungen des Alltags unterstützen.

In unserer digitalen Welt gibt es inzwischen Apps für jede Lebenslage. Lassen Sie sich zum Beispiel von Ihrem Smartphone an die pünktliche Einnahme Ihrer Medikamente oder an den nächsten Arzttermin erinnern.
Studien haben auch gezeigt, dass Schrittzähler Patienten zu mehr Bewegung motivieren können. Schrittzähler gibt es sowohl als klassisches Armband aber auch als App für das Smartphone.

Für Asthma und COPD Patienten finden sich auch Apps, mit deren Hilfe sie den Verlauf der Krankheit oder auch die eigenen Messwerte protokollieren können. Die elektronische Speicherung der Daten in Apps hat Vorteile gegenüber herkömmlichen Tagebüchern: Man kann seine Werte auch unterwegs und auf Reisen ganz einfach eingeben. Der Verlauf lässt sich oft grafisch darstellen und auch beim Arzt ist das Tagebuch immer griffbereit.

Natürlich gibt es klassische Asthma-Tagebücher auch als Download. 

Von Patienten für Patienten – Lesen was möglich ist

motiviertes Mädchen auf Wiese
Foto: @JiSIGN/ fotolia

Im Internet finden sich auch persönliche Vorschläge direkt von Betroffenen:

Lorene Alba, eine Asthma-Patientin, hat beispielsweise ihre ganz eigene Motivations-Hilfe gefunden: das „Motivations-Glas“. Ein Glas voller Gründe, warum ihr die tägliche Routine hilft, was sie noch erreichen will, oder warum die nächste Übung gut sein könnte. Sie notierte all ihre Argumente und gab sie in das Glas. Jedes Mal, wenn sie sich nicht motivieren konnte, zog sie eine Notiz heraus, um sich davon zu überzeugen, warum sie sich besser fühlen möchte. Und sie hatte Erfolg, bereits nach einigen Monaten konnte sie nach eigenen Angaben besser atmen und musste weniger Medikamente nehmen.  (https://asthma.net/living/a-little-jar-of-motivation)

Sich von anderen Patienten inspirieren zu lassen kann generell eine gute Möglichkeit sein, sich zu motivieren. Einige Lungenpatienten führen Blogs und berichten von ihrem Leben mit der Krankheit und ihren Fortschritten. Ob es die Reiseberichte einer Mukoviszidose-Patientin sind, oder die Geschichte einer Frau mit Asthma bronchiale, die sich für den Ironman auf Hawaii qualifiziert - Zu lesen, was trotz Krankheit möglich ist, kann motivieren. Auch Patientenorganisationen bieten natürlich den Erfahrungsaustausch.

 

 

Die Entscheidung für die optimale Möglichkeit sich zu motivieren wird letzten Endes ganz individuell getroffen. Jede und Jeder muss für sich herausfinden, wie die Herausforderungen einer Lungenerkrankung bestmöglich bewältigt werden können.

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Quellen:

Letzte Aktualisierung:

31.01.2017

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