Mukoviszidose: Risikofaktoren

Mukoviszidose ist eine Erbkrankheit mit autosomal-rezessivem  Vererbungsmodus. Dies bedeutet, dass die Krankheit unabhängig vom Geschlecht vererbt wird und nur dann zum Ausbruch kommt,  wenn das Erbgut eines Menschen zwei gleiche Kopien eines bestimmten Gens auf beiden Chromosomen eines Chromosomenpaares aufweist. Kinder können also nur dann an Mukoviszidose erkranken, wenn beide Elternteile Träger des defekten Allels, also der Genausprägung sind. In Deutschland ist etwa einer von 25 gesunden Bundesbürgern Träger des Mukoviszidose-Gens und kann dieses, meist ohne es zu wissen, weitervererben.
Sind beide Elternteile Merkmalsträger, beträgt das Risiko bei jeder Schwangerschaft 25 Prozent. Ist ein Elternteil an Mukoviszidose erkrankt und das andere Elternteil ein gesunder Merkmalsträger – eine sehr seltene Kombination –, dann steigt die Wahrscheinlichkeit der Nachkommen an Mukoviszidose zu erkranken auf 50 Prozent an. Alle Kinder sind dagegen gesund und werden nur zu Merkmalsträgern, wenn ein Elternteil erkrankt und das andere Elternteil gesund und kein Merkmalsträger ist. Paare mit Kinderwunsch, bei denen beide Partner jeweils Träger nur eines defekten Allels sind, können sich vorab an eine genetische Beratungsstelle wenden.

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Quellen:

Wissenschaftliche Beratung: Prof. Dr. med. Burkhard Tümmler, Medizinische Hochschule Hannover

Letzte Aktualisierung:

04.09.2015

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