Wirkstoffforschung – Von der Idee zum fertigen Medikament

Die Suche nach neuen oder verbesserten Wirkstoffen und die Entwicklung neuer Medikamente sind trotz großer Vielfalt auf dem Medikamenten-Markt nach wie vor von zentraler Bedeutung für die medizinische Forschung.

Gründe hierfür sind zum Beispiel, dass

  • einige Krankheiten noch immer nicht mit Medikamenten zu heilen sind,
  • verfügbare Wirkstoffe unerwünschte Nebenwirkungen haben, oder
  • neue Krankheiten oder resistente Keime mit bestehenden Medikamenten nicht effektiv bekämpft werden können.

Auch im Bereich der Lungenerkrankungen, zum Beispiel bei der Therapie von COPD, Asthma oder Lungenfibrose, ist die Wirkstoffforschung besonders wichtig, um neue Behandlungsmöglichkeiten zu schaffen.

Die Entwicklung neuer Wirkstoffe ist jedoch aufwändig, zeitintensiv und teuer: Im Schnitt dauert es zwölf Jahre und kostet bis zu einer Milliarde Euro, um einen neuen Wirkstoff bis zur Marktreife zu bringen. Lesen Sie mehr zu den Grundlagen und wichtigen Begriffen in unserem Schwerpunkt „Wirkstoffforschung – Von der Idee zum fertigen Medikament“, und erfahren Sie, warum der Weg zum neuen Arzneimittel so lang und kostenintensiv ist.

Das passende Zielmolekül - Bild: Schema eines Moleküls.

Das passende Zielmolekül: Am Beginn steht immer die Suche nach einem geeigneten Ansatzpunkt für eine Therapie, dem sogenannten Zielmolekül. Wissenschaftler greifen dabei auf spezielle Technologien, wie zum Beispiel DNA- oder Protein-Microarrays oder die RNA-Interferenz-Methode zurück. Weiter…

Jadg nach dem Wirkstoff - Bild: Mann mit Molekülmodell

Die eigentliche „Jagd“ nach dem Wirkstoff: Ist ein Zielmolekül gefunden, beginnt die eigentliche Suche nach einem passenden Wirkstoff. Dieser sollte sich gut an die Zielstruktur anlagern können und so eventuell einen hemmenden oder stimulierenden Effekt ausüben. Mögliche Methoden für die Suche sind zum Beispiel das relativ unspezifische Hochdurchsatz-Verfahren, das gezielte Entwerfen von Wirkstoffen (Rational Drug Design) oder spezielle Computerprogramme, mit denen virtuelle Moleküle konstruiert werden können. Weiter…

Vom Kandidat zur Leitstruktur - Bild: Frau am Mikroskop.

Vom Kandidaten zur Leitstruktur: Nur selten wird ein Wirkstoffkandidat auch direkt der endgültige Wirkstoff im Medikament. Meist muss die Substanz erst über Hunderte von chemischen Umbauten optimiert werden – immer gefolgt von umfangreichen Testreihen. Ein Prozess, der Jahre dauern kann. Weiter…

Biologics - Bild: Modell eines DNA-Strangs und geschriebene Gensequenz

Biologics - Therapeutisch wirksame Proteine: Besonders große Fortschritte hat die Entwicklung neuer Medikamente in den letzten Jahren im Bereich so genannter Biologics gemacht. Biologics sind gentechnisch hergestellte Proteine, die die Funktion von körpereigenen Zielstrukturen aktivieren oder hemmen und dadurch eine therapeutische Wirkung ausüben. Weiter…

Vorklinische und klinische Studien - Bild: Tabletten unter einer Lupe.

Vorklinische und klinische Studien: Ist ein Wirkstoffkandidat gefunden und ausreichend optimiert, muss er in vorklinischen und klinischen Studien getestet werden. Erst dann kann die Zulassung des neuen Medikaments beantragt werden. In den Studien werden sowohl die gewünschten als auch unerwünschte Wirkungen untersucht. Weiter…

Letzte Aktualisierung: November 2017

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