Pneumothorax: Ursachen und Risikofaktoren

Risikofaktoren für Bronchiektasen

Es gibt verschiedene Faktoren, die das Risiko für einen Pneumothorax erhöhen können.

Rauchen

Rauchen erhöht sowohl gesunden als auch bei lungenkranken Menschen die Wahrscheinlichkeit, an einem Pneumothorax zu erkranken. Bezogen auf die Lebenszeit besteht für gesunde nicht-rauchende Männer ein Pneumothorax-Risiko von 0,1 Prozent, bei Rauchern beträgt es dagegen rund 12 Prozent. 

Gut zu wissen:

Auch der Körperbau scheint das Risiko für einen Pneumothorax zu erhöhen. Menschen, die an einem primären Spontanpneumothorax erkranken, sind tendenziell größer und schneller gewachsen als ihre gesunden Mitmenschen im gleichen Alter.

Bestehende Lungenkrankheiten

Vorbestehende Lungengerüsterkrankungen begünstigen die Entstehung eines sekundären Spontanpneumothorax. Sehr häufig tritt ein Pneumothorax bei Patient:innen mit einem Lungenemphysem auf. Bei dieser Erkrankung erweitern sich die Lungenbläschen des Lungengewebes zu großen Lungenblasen (Bullae). Durch diese Strukturveränderung werden die Wände der Bläschen sehr dünn und platzen schon bei geringen Druckänderungen im Brustkorb. Ein Lungenemphysem tritt häufig im Rahmen der chronisch obstruktiven Lungenerkrankung (COPD) auf, manchmal auch als Folge eines angeborenen Alpha-1-Antitrypsinmangels.

Auch Asthma, Mukoviszidose, Lungenfibrose, Sarkoidose sowie entzündliche Lungenerkrankungen wie Lungenentzündung oder Tuberkulose sind mit einer höheren Wahrscheinlichkeit für das Auftreten eines Pneumothorax verbunden. Auch bei Patient:innen mit einem Lungentumor ist das Pneumothorax-Risiko erhöht.

Gut zu wissen:

Körperliche Anstrengung, wie beispielsweise das Heben von schweren Lasten, Sport oder auch der Aufenthalt in großen Höhen, wie beim Fliegen oder Bergsteigen beeinflusst das Risiko für einen Pneumothorax nicht. Weder bei Gesunden noch bei Menschen mit Lungenkrankheiten.

Medizinische Eingriffe und Verletzungen

Äußere und innere Verletzungen des Brustkorbs können ebenfalls Pneumothorax-Ursachen sein. Dazu gehören auch medizinische Eingriffe, zum Beispiel, wenn es bei einer Lungenspiegelung mit Probenentnahme zur Verletzung des Lungengewebes und des Lungenfells kommt.

Auch eine künstliche Beatmung von lungenkranken Patient:innen stellt ein Risiko für die Entstehung eines Pneumothorax dar. In diesem Fall wird Luft durch „Überdruck“ in die Lunge gebracht, so dass die Lunge während der Beatmung einem sogenannten Barotrauma (Verletzung durch Druck) ausgesetzt ist.

Besonders Patient:innen mit einer Lungengerüsterkrankung sind durch die Beatmung gefährdet für einen Pneumothorax. Denn durch die krankhaften Veränderungen der Lungenstruktur ist eine künstliche Beatmung teilweise nur mit hohem Beatmungsdruck möglich.

Quellen

Letzte Aktualisierung: 08.02.2022

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