Keuchhusten: Diagnose

Die Erkrankung beginnt wie eine harmlose Erkältung mit Schnupfen und Husten. Im weiteren Verlauf treten – meist nachts – die typischen, stoßweise erfolgenden Hustenanfälle (= Stakkatohusten) auf, die vor allem bei Säuglingen zu Atemnot führen können. Nach jeder Hustenattacke atmen die Kinder mit einem keuchenden, ziehenden Geräusch wieder ein. Komplikationen der Erkrankung sind Lungen- oder Mittelohrentzündungen, in seltenen Fällen auch eine Gehirnschädigung. Bei Erwachsenen verläuft der Husten nicht selten unerkannt als über Wochen und Monate anhaltender Husten. Oft wird die Diagnose anhand des klinischen Krankheitsbildes gestellt. Zusätzlich kann ein Rachenabstrich gemacht werden. Allerdings ist das Keuchhustenbakterium sehr empfindlich gegen Austrocknung und Kälte.

Noch vor der Antikörperbildung kann Keuchhusten zuverlässig mittels dieses Abstrichs und anschließender Laboranalytik durch Polymerase-Kettenreaktion (PCR) nachgewiesen werden. Die PCR weist die Erbsubstanz im Nasen-Rachen-Sekret frühzeitig nach, da für diese Methode schon geringe Mengen an Erbsubstanz reichen. Die Untersuchung sollte in einem erfahrenen Labor erfolgen. Bei unklaren Symptomen kann weitere Labordiagnostik Klarheit bringen.

 

Impfantwort oder Infektion?

Die Untersuchung des Blutes auf IgG- und IgA-Antikörper ist für die Frühdiagnostik ungeeignet, da der Antikörpernachweis erst zwei bis vier Wochen nach Erkrankungsbeginn im Blut möglich ist. Erst dann kann ein sehr deutlicher Anstieg der Antikörperkonzentration oder aber ein einmalig über einem altersentsprechenden Grenzwert liegender Wert als Hinweis auf eine kürzlich erfolgte Infektion gedeutet werden. Es ist allerdings bislang nicht möglich, eine Impfantwort eindeutig von einer Infektion zu unterscheiden.

 

Der Keuchhustenverlauf in drei Stadien

Die Krankheit verläuft typischerweise in drei Stadien, die jeweils mehrere Wochen dauern können:
 
Stadium catarrhale (1-2 Wochen): Schnupfen, ganz leichter Husten, mitunter niedriges Fieber, Müdigkeit und Abgeschlagenheit
Stadium convulsivum (4-6 Wochen): Stoßweise auftretender nächtlicher Husten; zäher Schleim wird abgehustet, zum Teil mit anschließendem Erbrechen; keuchendes Geräusch am Ende der Attacke; das Gesicht verfärbt sich rot bis bläulich; Fieber fehlt oder niedrig (deutet auf Sekundärinfektion hin)
Stadium decrementi (2-4 Wochen, wenn unbehandelt 6-10 Wochen): Abklingen der Hustenanfälle

 

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Quellen:

Letzte Aktualisierung:

29.08.16

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