Forschungsansätze zu Bronchiektasen

Forschungsansätze zu Bronchiektasen

Bronchiektasen sind noch immer zu wenig untersucht. Und es gibt nur wenige großangelegte und an zufällig ausgewählten Personen durchgeführte (randomisierte) Studien, die sich mit der Erkrankung beschäftigen. Die Therapie ist daher immer noch an die Behandlung der Mukoviszidose und der COPD angelehnt.

Für Bronchiektasen existieren bislang keine zugelassenen Medikamente, was die Bronchiektasen-Therapie deutlich erschwert. Der Einsatz inhalativer Antibiotika und anderer Substanzen, die die Infekthäufigkeit verringern, wird aktuell in klinischen Studien geprüft. 

Ein wichtiger Schritt hin zur Verbesserung der Versorgung von Patienten mit Bronchiektasen stellt die Erfassung im Deutschen Bronchiektasen-Register PROGNOSIS dar (www.bronchiektasen-register.de). Ziel ist es, mehr Informationen über diese Erkrankung zu sammeln und damit die Diagnostik und Behandlung zu verbessern. Ende Januar 2019 waren bereits 1250 Patienten in das Register eingeschlossen. Die eingeschlossenen Patient:innen werden über insgesamt 3 bis 5 Jahre in regelmäßigen Abständen weiterverfolgt, um auch Informationen über den Verlauf der Erkrankung zu erhalten. Auf europäischer Ebene werden über das europäische Register EMBARC ebenfalls Daten von Patient:innen mit Bronchiektasen gesammelt.

Wissenschaftliche Beratung

Dr. Felix C. Ringshausen, Medizinische Hochschule Hannover; Dr. Jessica Rademacher, Medizinische Hochschule Hannover; Dr. Isabell Pink, Medizinische Hochschule Hannover 

 

    Letzte Aktualisierung: 04.02.2019

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