Lungenentzündung: Therapie

Eine Lungenentzündung wird fast immer mit Antibiotika behandelt. Idealerweise ist der Infektionserreger zu Beginn einer Therapie bekannt, um den Keim möglichst genau zu treffen. Eine Lungenentzündung ist allerdings eine sehr schwere Erkrankung, bei der der Patient rasch behandelt werden muss. Meist wird daher schon anhand des klinischen Bildes ein Antibiotikum ausgewählt und die Therapie begonnen. Wird der Erreger im Laufe der Behandlung identifiziert, kann notfalls die Behandlung umgestellt oder ergänzt werden.

Je genauer der Erreger bestimmt wird, desto gezielter können Antibiotika eingesetzt und die Gefahr von Resistenzbildungen bei den Bakterien minimiert werden.

IN KÜRZE:

Patienten, bei denen man eine invasive Pneumokokken-Erkrankung vermutet, werden oft "auf Verdacht" behandelt. Das heißt, sie bekommen ein Antibiotikum, das mit hoher Wahrscheinlichkeit gegen S. pneumoniae wirkt, noch bevor der Erreger nachgewiesen wurde.

Bei einer Lungenentzündung sind Medikamente aus der Gruppe der sogenannten Beta-Lactam-Antibiotika das Mittel der ersten Wahl. Dazu gehört das Penicillin sowie das inzwischen bevorzugt eingesetzte Amoxicillin. Bettruhe und körperliche Schonung sind bei Patienten mit einer Lungenentzündung wichtig. Zudem sollten sie viel trinken, vor allem wenn sie Medikamente zur Schleimlösung einnehmen.
 

 

Schließen
Informationen zum Inhalt

Quellen:

  • S3-Leitlinie zu Epidemiologie, Diagnostik, antimikrobieller Therapie und Management von erwachsenen Patienten mit ambulant erworbenen tiefen Atemwegsinfektionen; 2009, 2te Auflage, Thieme Verlag

Letzte Aktualisierung:

15.02.2011

zum Seitenanfang
Druckversion