Lungenemphysem: Risikofaktoren

Als sicher gilt laut Nationaler Versorgungsleitlinie (Patientenleitlinie) COPD (derzeit in Überarbeitung) und den Leitlinien der Deutschen Gesellschaft für Pneumologie und Beatmungsmedizin und der Deutschen Atemwegsliga, dass Rauchen einer der Hauptrisikofaktoren für ein Lungenemphysem ist; weitere Faktoren sind schadstoffbelastete Luft in Innenräumen sowie das Arbeiten an offenen Feuerstellen und berufsbedingte Gas- und Staubexposition. Möglicherweise spielen für die Entstehung eines Lungenemphysems auch genetische Variationen der Lungenfunktion und häufige Atemwegsinfektionen eine Rolle.

Inzwischen konnte ein Zusammenhang zwischen dem Gen PLAGL2 (Pleiomorphes Adenoma Gen-ähnlich 2) und der Bildung eines Lungenemphysems hergestellt werden. Wird das Gen verstärkt abgelesen, verschlimmert sich ein bestehendes Lungenemphysem. Eine im Fachmagazin Lung Cancer publizierte Untersuchung zeigte, dass PLAGL2 nicht nur bei der Entstehung eines Emphysems relevant ist, sondern auch bei Lungenkrebs und zwar unabhängig vom Zigarettenrauch.

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