Akute Lungenschäden: Risikofaktoren

Grundsätzlich kann jede schwere Allgemeinerkrankung ein ARDS oder eine ALI auslösen: Insbesondere eine Blutvergiftung (Sepsis) als Teil des Multiorganversagens oder eine Lungenentzündung. Hinzukommen, das Eindringen flüssiger oder fester Stoffe in die Atemwege, Lungenquetschung, Beinahe-Ertrinken sowie die gleichzeitige Verletzung mehrerer Organe oder Körperregionen und schwere Bauchspeicheldrüsenentzündungen. Groß angelegte epidemiologische Studien haben außerdem gezeigt, dass auch Zigarettenrauchen (dosisabhängig) und chronischer Alkoholmissbrauch das Risiko, an ARDS zu erkranken, erhöhen. Liegen mehrere Risikofaktoren vor, steigt die Wahrscheinlichkeit, ARDS  oder ALI zu entwickeln, überdurchschnittlich an.

GUT ZU WISSEN:

Infektionen sollten grundsätzlich konsequent behandelt werden, um eine akute Lungenschädigung und akutes Lungenversagen als mögliche Folge zu verhindern.

Welche Faktoren spielen noch eine Rolle?

Derzeit wird untersucht, ob eine genetische Vorbelastung das Acute Lung Injury (ALI) begünstigt. Transfusionen können ebenfalls eine akute Lungenschädigung auslösen. Vermutlich schädigen hierbei Antikörper im Spenderblut das Gefäßendothel, das heißt die innerste Gefäßauskleidung, in der Lunge. Man spricht von einer transfusionsassoziierten akuten Lungeninsuffizienz (TRALI). Die Prognose für den Krankheitsverlauf ist bei TRALI besser als beim ARDS.

 

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Informationen zum Inhalt

Quellen:

  • Kuhlen, R., Rossaint, R.:  Die Intensivtherapie bei akutem Lungenversagen. - Steinkopff Verlag
  • Gajic, O. et al.: Transfusion-related acute lung injury in the critically ill: prospective nested case-control study. -  Am. J. Respir. Crit. Care Med. 2007, Nov.1, 176 (9), 886-91

Letzte Aktualisierung:

21.11.2011

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