Wirkstoffforschung

Arzneimittel sind heutzutage – zumindest in den reichen Industrienationen – für die meisten Menschen etwas Selbstverständliches: Die schnell wirksame Tablette gegen Schmerzen, die entzündungshemmende Salbe bei Gelenkproblemen und die oft lebensrettenden Medikamente zur Behandlung schwerer Erkrankungen. Für viele Leiden gibt es inzwischen gut wirksame Präparate zur Vorbeugung, Linderung oder Heilung – oft in schier unüberschaubarer Anzahl. Trotzdem sind längst nicht alle Krankheiten mit Medikamenten heilbar, man denke nur an die vielen verschiedenen Formen von Krebs, an COPD, Lungenfibrose oder Asthma bronchiale und viele andere mehr. Darüber hinaus haben nicht wenige der verfügbaren Substanzen unerwünschte Nebenwirkungen und können daher nur eingeschränkt verordnet werden. Oder es breiten sich "neue Krankheiten"– wie vor kurzem die Schweinegrippe – oder resistente Erreger aus, gegen die es noch keine effektiven Medikamente gibt.

Aus all diesen Gründen ist die Forschung nach neuen, beziehungsweise verbesserten Wirkstoffen nach wie vor von größter Bedeutung. Allerdings: Der Weg zu einem neuen Medikament ist lang und kostenintensiv. Im Schnitt dauert es zwölf Jahre und kostet bis zu einer Milliarde Euro, einen neuen Wirkstoff bis zur Marktreife zu entwickeln.

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Informationen zum Inhalt

Quellen:

Wissenschaftliche Beratung und Zusammenarbeit:

Prof. Michael Sattler, Dr. Eva Schlosser, Helmholtz Zentrum München, Institut für Strukturbiologie
Dr. Regina Feederle, Helmholtz Zentrum München, Core Facility Monoklonale Antikörper

Quellen: 

Klebe, Gerhard: Wirkstoffdesign – Entwurf und Wirkung von ArzneistoffenSpektrum Akademischer Verlag, 2. Auflage 2009, 634 Seiten, ISBN: 978-3-8274-2046-6

Weiterführende Informationen

Letzte Aktualisierung:

22.03.2018

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