Probenaufbereitung

Tanks einer Bioprobenbank

Die Proben für eine Biobank werden nach der Entnahme nach standardisierten Protokollen fachgerecht aufbereitet und von Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Biobank in speziellen Gefrierschränken oder Tanks eingefroren und bei Temperaturen von bis zu minus 180 Grad Celsius gelagert. Unter diesen Bedingungen lässt sich biologisches Material viele Jahre ohne merklichen Qualitätsverlust aufbewahren.

Kritisch ist allerdings die Phase bis zum Einfrieren. So weiß man, dass sich die Aktivität von Genen nach der Entnahme von Gewebe aus dem Körper sehr schnell ändert. Auch Zellen sterben rasch ab, wenn sie zu lange nicht mit sauerstoffreichem Blut versorgt sind. Deshalb muss die Zeit zwischen Probengewinnung und Einlagerung möglichst kurz sein und die Verarbeitung und Handhabung der Proben unter größtmöglich standardisierten Bedingungen erfolgen.

Gut zu wissen:

Biobanken sind eine Investition in die wissenschaftliche Zukunft. Wenn die Proben eingelagert werden, steht meist noch nicht fest, welche Fragestellungen damit erforscht werden sollen.

 

Jeder in die Biobank eingelagerten Probe wird eine spezifische Nummer zugeordnet und so „verschlüsselt“. Unter dieser Nummer werden dann auch die für eine sinnvolle Forschung notwendigen Daten gespeichert. Das heißt

 

  • Alter,
  • Geschlecht,
  • Krankengeschichte,
  • diagnostische Befunde,
  • Verlauf und
  • Informationen zur Behandlung.

Ein Rückschluss von dieser Biobank-Nummer auf die Identität der Spender ist für die Wissenschaftler, die einmal mit diesen Biomaterialien arbeiten, nicht möglich.

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Informationen zum Inhalt

Quellen:

Wissenschaftliche Beratung und Zusammenarbeit:

Prof. Dr. Andreas Günther, Dr. Clemens Ruppert, Dr. Jasmin Wagner, Justus-Liebig Universität Gießen, Universities of Giessen and Marburg Lung Center (UGMLC)
Prof. Dr. Thomas Illig, Medizinische Hochschule Hannover, Hannover Unified Biobank,  Biomedical Research in Endstage and Obstructive Lung Disease (BREATH)
Dr. Michael Lindner, Dr. Ina Koch, Thoraxchirurgisches Zentrum München, Asklepios Biobank für Lungenerkrankungen, Comprehensive Pneumology Center (CPC)
Dr. Thomas Muley, Thoraxklinik am Universitätsklinikum Heidelberg (TLRC-H)

Quellen:

Letzte Aktualisierung:

01.10.2018

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