Lungentransplantation: Operationsverlauf

Die Lungentransplantation ist ein schwieriger Eingriff.

Bei der Operation öffnen Chirurg:innen den Brustraum üblicherweise durch einen seitlichen Schnitt am Brustkorb bis zum Brustbein. 

Kurz erklärt:

Lungentransplantationen werden in spezialisierten Transplantationszentren durchgeführt. Abhängig davon, ob ein oder zwei Lungenflügel transplantiert werden, dauert die Operation meist mehrere Stunden.

Früher wurde dafür das Brustbein quer durchtrennt und der gesamte Brustkorb quer eröffnet, als sogenannter Clamshell-Schnitt.

Die Lungentransplantationen durch minimal-invasive Technik ohne Durchtrennung des Brustbeins gilt als schonender, ist aber auch schwieriger, da das Operationsgebiet nicht so offen vor den Augen des Operationsteams liegt. Studienergebnisse zu den Vor- und Nachteilen dieser Vorgehensweise liegen bislang noch nicht vor.

Nach Brustkroberöffnung wird der kranke Lungenflügel entfernt und das Spenderorgan mit den Hauptbronchien, den Lungenvenen und der Lungenschlagader der Patientin oder des Patienten verbunden. Währenddessen wird der Körper über den zweiten Lungenflügel beatmet, auf den Einsatz einer Herz-Lungen-Maschine kann meist ganz verzichtet werden.

Bei der beidseitigen Lungentransplantation erfolgt zunächst die Operation einer Seite, dann der anderen.

Wie lange ist man nach einer Lungentransplantation im Krankenhaus?

Bei normalem Verlauf können die Patient:innen die Klinik drei Wochen nach der Lungentransplantation wieder verlassen.

Nach der Operation kommen die Patient:innen zunächst beatmet und in Narkose auf die Intensivstation. Dort versuchen Mediziner:innen und Pfleger:innen, sie möglichst schnell von der Beatmung zu entwöhnen und die neue Lunge selbst arbeiten zu lassen. Gleichzeitig werden die Patient:innen mobilisiert. 

Wissenschaftliche Beratung

Prof. Dr. med. Jens Gottlieb, Medizinische Hochschule Hannover

 

    Quellen

    Letzte Aktualisierung: 18.05.2022

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