Risiken minimieren

Risiko und Sicherheit von Nanopartikeln
Foto: coloures-pic/fotolia

Zur Minimierung möglicher gesundheitlicher Risiken durch Nanopartikel gibt es zahlreiche Richtlinien und Maßnahmen auf globaler wie nationaler Ebene. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat schon im Jahre 2005 auf Basis der vorliegenden Studien eine Risikoabschätzung für feine Partikel vorgenommen und daraus Richtlinien für die globale Luftqualität erarbeitet. Die Europäische Union hat die WHO beauftragt, zu prüfen, ob eine Überarbeitung dieser Richtlinien notwendig ist. Der Bericht wird noch dieses Jahr veröffentlicht, er wird neue Maßnahmen zur Einhaltung der Richtlinien beinhalten.

Der Stand des Wissens zu gesundheitlichen Effekten einer kurz- und langfristigen Belastung mit Partikeln ist in einem aktuell erschienenen WHO-Bericht zusammengefasst, der von der Europäischen Kommission gefördert war.

Bei der Herstellung synthetischer Nanopartikel stehen drei Ansätze zur Risikominimierung im Vordergrund:

1) Nanomaterialien sicher entwickeln
2) Nanomaterialien nicht in die Umwelt freisetzen oder
3) Die Freisetzung ggf. minimieren

So könnte beispielsweise auf die Verwendung von faserartigen Nanostukturen verzichtet werden, wenn diese länger als 10 Mikrometer sind, oder möglichst bioabbaubare Materialien verwendet werden.

Indem sie fest in eine Matrix von anderen Stoffen eingebunden werden, lässt sich eine Freisetzung von synthetischen Nanopartikeln aus Nano-Produkten minimieren.

In der Arbeitswelt wird zu Schutzkleidung und Atemschutz sowie effektiven Luftfiltersystemen, die Nanopartikel aus der Luft entfernen, geraten. Die Höhe der Freisetzung sollte generell gemessen werden, um bei entsprechend hohen Konzentrationen Schutzmaßnahmen treffen zu können.

 

 

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Informationen zum Inhalt

Quellen:

Wissenschaftliche Beratung:

Prof. Dr. Annette Peters, Helmholtz Zentrum München, Institut für Epidemiologie II
Dr. Tobias Stöger, Helmholtz Zentrum München, Institut für Lungenbiologie
Dr. Otmar Schmid, Helmholtz Zentrum München, Institut für Lungenbiologie

Quellen:

Letzte Aktualisierung:

16.02.2016

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