Risiken für chronische Lungenerkrankungen oft in die Wiege gelegt

05. Dec 2012

Epidemiologische Studien deuten darauf hin, dass das Risiko, im Laufe des Lebens an einer chronischen, nicht-infektiösen Lungenerkrankung zu erkranken, bereits vorgeburtlich und in den ersten Lebensmonaten durch äußere Umwelteinflüsse geprägt wird. Dieses Wissen eröffnet völlig neue Möglichkeiten zur frühen vor- und nachgeburtlichen Beeinflussung von Krankheitsrisiken.

© Alexandr Mitiuc / Fotolia.com

Chronische, nicht-infektiöse Lungenerkrankungen wie Asthma, chronisch obstruktive Lungenerkrankungen (COPD) oder Lungenfibrose sind weltweit eine der führenden Krankheits- und Todesursachen. Allerdings sind die zugrunde liegenden Mechanismen trotz intensiver Forschungsbemühungen noch weitgehend unverstanden und Behandlungsoptionen nur begrenzt verfügbar. Daher besteht ein hoher klinischer Bedarf zur Entwicklung neuer Konzepte für die Behandlung und Prävention von chronischen Lungenerkrankungen.

Hochrangige Forscher aus 21 europäischen Partnerländern sowie zwei Partner aus den USA haben sich nun die Aufgabe gestellt, gemeinsam die Ursachen der frühkindlichen Prägung späterer Krankheitsrisiken für CLE zu erforschen. Daraus sollen Wege zur Vorbeugung bzw. frühen therapeutischen Beeinflussung von Asthma entwickelt werden.

Hierfür werden sie von der Europäischen Union im Rahmen der Netzwerkförderung COST (Coordination of Science and Technology) für zunächst vier Jahre mit etwa 134T € pro Jahr unterstützt.

Quellen:
COST - European Cooperation in Science and Technology: Developmental Origins of Chronic Lung Disease. Action BM1201

Krauss-Etschmann, S. et al.: Of flies, mice and men: a systematic approach to understanding the early life origins of chronic lung disease. In: Thorax, 2012, Jul 10. [Epub ahead of print]


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