Asthmabehandlung häufig unzureichend

20. Jun 2011

Die offiziellen Leitlinien zur Asthmabehandlung kommen nur bei etwa der Hälfte der Patienten zum Einsatz.

Patient führt Asthmaspray zum Mund. Bild: Fotolia

Nur die Hälfte der Asthmapatienten wird gemäß den offiziellen Leitlinien behandelt. Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie, bei der 483.051 Patienten der Bayerischen Kassenärztlichen Vereinigung über den Zeitraum von einem Jahr beobachtet wurden. Nur 52,8 Prozent der Patienten wurden korrekt behandelt, die Menge der ausgegebenen Medikamente entsprach häufig nicht den empfohlenen Dosen. Besonders bei der Langzeittherapie mit inhalativen Kortikosteroiden bestehen deutliche Defizite.

Wie diese Diskrepanz zustande kommt, ist unklar. Einer der Gründe ist möglicherweise mangelnde Disziplin auf Seiten der Patienten. Das legt eine andere Studie aus Belfast nahe, deren zufolge holten 35 Prozent der Teilnehmer nur in etwa die Hälfte ihrer Rezepte ab. Ein mehr als doppelt so hoher Prozentsatz gab zu, die Medikamente nicht regelmäßig einzunehmen.

Quellen:
Hasford, J. et al.: Persistence with asthma treatment is low in Germany especially for controller medication – a population based study of 483 051 patients. Allergy 2010; 65: 347–354.

Gamble, J. et al.: The Prevalence of Nonadherence in Difficult Asthma. Am J Respir Crit Care Med 2009; 180: 817–822.

Redaktion Pneumo News. Niedrige Persistenz bei der Asthmatherapie. PneumoNews 2011; 2: 47.


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