Verbreitung

Der erste Nachweis einer Übertragung von A/H5N1 von Vögeln auf den Menschen wurde 1997 erbracht. Damals gab es in Hongkong mehrere Todesfälle. Die Vogelgrippe ist in Südostasien am häufigsten verbreitet.

Seit 2003 hat sich die Vogelgrippe unter Geflügelbeständen in Asien, aber zunehmend auch in Europa ausgebreitet. Vor allem im Winter gibt es auch in Deutschland immer wieder  infizierte Vögel, vermutlich eingeschleppt durch Zugvögel, die heimische Wasservögel angesteckt haben. Wasservögel sind als potenzielle Virusüberträger im Winter durch die Kälte geschwächt und leben auf den wenigen eisfreien Stellen enger als sonst zusammen, sodass die Ansteckungsgefahr unter den Tieren steigt.

Zwischen Ende 2003 und Juni 2010 sind laut WHO aus 15 Ländern 500 Fälle von Vogelgrippe bei Menschen gemeldet worden. Davon waren 296 tödlich. Die Altersverteilung der Betroffenen reicht dabei von 3 Monaten bis zu 81 Jahren. Die meisten Betroffenen waren allerdings Kinder im Alter von 0 bis 9 Jahren. Die höchste Sterblichkeit haben jedoch 10- bis 19jährige. Die meisten Erkrankungen wurden aus Südostasien gemeldet. Im europäischen Raum gab es Fälle in der Türkei und Aserbeidschan.

Im Jahr 2015 traten insgesamt 145 Vogelgrippe-Fälle (Ägypten 136, Bangladesh 1, China 6, Indonesien 2, Kanada 1) auf, davon verliefen 42 tödlich. Bis zum 9.Mai 2016 wurden vier Fälle in Ägypten gezählt (keine Todesfälle). Insgesamt haben sich seit 2003 850 Menschen mit dem Vogelgrippe-Virus infiziert und mehr als die Hälfte davon, 449 Menschen, sind an der Infektionskrankheit gestorben.
Im April 2013 ist in China erstmals ein Aviäres Influenzavirus (Subtyp H7N9) festgestellt worden, welches bei Geflügel und anderen Vögeln keine oder nur geringe Krankheitserscheinungen verursacht. Allerdings wird es bei Menschen für mehrere Todesfälle verantwortlich gemacht. Bisher haben sich rund 600 Menschen mit A(H7N9) infiziert, die meisten davon in China. Auch in Hong Kong sind einzelne Fälle aufgetreten. Außerdem gab es in Taiwan, Malaysia und in Kanada einzelne, aus China eingeschleppte Fälle. Bei etwa jedem fünften Erkrankten verlief die Erkrankung tödlich.

 

 

Schließen
Informationen zum Inhalt

Quellen:

Letzte Aktualisierung:

05.08.16

zum Seitenanfang
Druckversion

We use cookies to improve your experience on our Website. We need cookies to continually improve our services, enable certain features, and when we embed third-party services or content, such as the Vimeo video player or Twitter feeds. In such cases, information may also be transferred to third parties. By using our website, you agree to the use of cookies. We use different types of cookies. You can personalize your cookie settings here:

Show detail settings
Please find more information in our privacy statement.

There you may also change your settings later.