Prävention

Ein Impfstoff gegen das RS-Virus existiert bislang nicht. Für Hochrisiko-Babys wie Frühgeborene oder Babys mit angeborenem Herzfehler gibt es eine RSV-Prophylaxe, die kurzfristig Schutz bietet, aber keine aktive Impfung im eigentlichen Sinne ist. Mit Palivizumab, einem monoklonalen Antikörper, kann passiv immunisiert werden. Monoklonale Antikörper sind sehr spezialisierte und zielgerichtete Antikörper, die synthetisch hergestellt werden. Sie können natürliche Abwehrprozesse des Körpers gegen eine Krankheit aktivieren. Palivizumab wird während der RSV-Saison einmal monatlich per Injektion in den Oberschenkel verabreicht. Bereits mit der ersten Dosis beginnt die Schutzwirkung. Allerdings wird erst nach der zweiten Verabreichung ihr Wirkmaximum erreicht. Die Fachgesellschaften empfehlen Palivizumab nur für bestimmte Risikogruppen (siehe AWMF-Leitlinie).

Infizierte Patienten sollten für mindestens sieben Tage nach Beginn der Erkrankung von anderen Personen räumlich getrennt werden. Außerdem sollte eine strikte Händedesinfektion eingehalten werden. In großen Menschenansammlungen ist die Gefahr einer RSV-Infektion erhöht. Zudem sollte in der Umgebung von Kindern nicht geraucht werden.

Wissenschaftler des Kenya Medical Research Institute und der University of Warwick untersuchen die sogenannte Cocoon-Strategie als interessante Alternative. Diese sieht vor, sowohl die Eltern als auch ältere Geschwister von bis zu sechs Monate alten Säuglingen gegen RSV zu impfen. Dies könnte von vornherein verhindern, dass sich das Baby bei seinen Familienmitgliedern mit den gefährlichen Viren infiziert.

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Informationen zum Inhalt

Quellen:

Robert Koch Institut (RKI): Respiratorische Synzytial-Viren-Infektionen (RSV) - RKI-Ratgeber für Ärzte. (letzter Abruf 28.09.2016)

Deutsche Gesellschaft für Pädiatrische Infektiologie (DGPI) et al (2012).: Leitlinie zur Prophylaxe von schweren Erkrankungen durch Respiratory Syncytial Virus (RSV) bei Risikokindern. (pdf) (letzter Abruf 28.09.2016)

Liese, J. G.: Epidemiologie und Prävention der RSV-Infektion bei Säuglingen und Kleinkindern. In: Hauner Journal (letzter Abruf 28.09.2016)

Ohuma, E.O. et al.: The Natural History of Respiratory Syncytial Virus in a Birth Cohort: The Influence of Age and Previous Infection on Reinfection and Disease. In: American Journal of Epidemiology, 2012, 176(9), S. 794-802 (letzter Abruf 28.09.2016)

University of Warwick: RSV study shows potential for vaccine strategies to protect babies. - Pressemitteilung vom 15. November 2012 (letzter Abruf 28.09.2016)

Letzte Aktualisierung:

28.09.16

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