Was ist eine Grippe?

GUT ZU WISSEN:

Ob es sich bei dem Erreger um Typ A oder B handelt, wird im Namen des Virus festgehalten. So heißt der Schweinegrippe-Erreger zum Beispiel A/H1N1. Dabei gibt "H" Auskunft über die Art von Hämagglutininen, "N" über die Art von Neuraminidasen, die auf der Oberfläche der Viren vorkommen. Das A gibt den Virus-Subtyp A an.

 

Bei einer Grippe handelt es sich um eine Infektion mit sogenannten Influenza-Viren. Diese übertragen sich durch Tröpfcheninfektion und befallen die Atemwege der „Neuinfizierten“. Die Influenzaviren sind in A-, B-, und C-Typen unterteilt. Die Typen B und C rufen eine leichte Form der Grippe hervor, sie können außerdem nur den Menschen befallen. Zu schweren Erkrankungen kann es dagegen bei Infektion mit Viren des Typ A kommen, denn dieser ist sehr wandlungsfähig und infiziert auch Tiere. Das A-Virus tritt am häufigsten auf. Grippale Krankheitsbilder vom Typ A sind die Vogelgrippe und die Schweinegrippe.

In etwa 80 Prozent der Fälle nimmt die Grippe einen eher leichten Verlauf. In den restlichen 20 Prozent treten dagegen heftige Symptome auf, die aber meist nach einigen Tagen wieder abklingen. Influenza-Viren schädigen die Schleimhaut der Atemwege und mindern die Abwehrkräfte. Dadurch wird der Körper für lebensgefährliche Komplikationen anfällig. 

Infektionsweg der Viren
Grippeviren werden vor allem über die Schleimhäute aufgenommen.

Für die Erkennung des Virus-Typs A durch das Immunsystem spielen zwei Moleküle auf der Virusoberfläche eine wichtige Rolle. Es handelt sich um die Neuraminidase (N) und das Hämagglutinin (H). Von ihnen existieren jeweils mehrere Unterarten (H1, H2, H3…, N1, N2, N3…). Durch die fortlaufende Neukombination der Moleküle entstehen abgewandelte Typen des Virus-Typs A.

Bei Asthma-Patienten können Grippeviren heftige Folgen haben, denn sie können einen Asthmaanfall provozieren. Gerade asthmakranken Kindern geht es häufig schlechter, wenn sie an einer Grippe erkranken. Forscher aus Boston haben herausgefunden, warum dies so ist: Bei Mäusen haben sie eine bislang unbekannte Art von Immunzellen entdeckt, natürliche Helferzellen, die ausgelöst durch eine Infektion eine Entzündungskaskade anstoßen. Sie macht die Bronchialschleimhaut empfindlicher und bereitet einen idealen Nährboden für Asthmaanfälle.

 

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Quellen:

Letzte Aktualisierung:

04.08.16

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