Tuberkulose: Risikofaktoren

Enger Kontakt zu einer erkrankten und infektiösen Person ist die Grundvoraussetzung, um sich mit Tuberkulose anzustecken. Daher ist die Erkrankungsrate bei Menschen aus Ländern, in denen die Tuberkulose häufig ist und dazu oft nur unzureichend behandelt wird, besonders hoch – etwa bei Migranten aus Osteuropa. Die Herkunft, beziehungsweise der Wohnort stellen deshalb wichtige Risikofaktoren der Tuberkulose dar.

 

 

GUT ZU WISSEN

Gute Ernährung, gute medizinische Versorgung und ausreichende Hygienestandards sind effektive Maßnahmen, um die Tuberkulose zurückzudrängen. Die Häufigkeit von Tuberkulose ist deshalb auch ein Indikator für die Lebensbedingungen in einer Gesellschaft beziehungsweise in einer Region.

Besonders gefährdet, sowohl für eine Neuinfektion als auch für eine sekundäre Tuberkulose, sind zudem Personen, deren Immunsystem geschwächt ist. Dies kann durch Krankheiten wie Diabetes, Nierenleiden oder Krebs bedingt sein, aber ebenso durch einen ungesunden Lebensstil und schlechte Lebensbedingungen. Deshalb sind weitere Risikofaktoren für eine Tuberkulose:

  • Armut,
  • Drogenabhängigkeit,
  • Alkoholismus,
  • Rauchen und
  • Mangelernährung

Auch Rauchen ist ein wichtiger Risikofaktor für die Tuberkulose: Rund ein Fünftel der erwachsenen Weltbevölkerung raucht und Tabakrauch erhöht nicht nur das Infektionsrisiko für eine latente Tuberkulose, sondern auch für das Fortschreiten zu einer aktiven Krankheit. Zudem erhöht es das Sterberisiko für Tuberkulose-Patienten.

Tuberkulose und HIV

Wegen seiner Brisanz ist der enge Zusammenhang zwischen Tuberkulose und der Immunschwächeerkrankung AIDS fast schon ein Thema für sich. So ist bei HIV-Infizierten mit manifestem AIDS die Wahrscheinlichkeit einer Tuberkulose um ein Vielfaches erhöht. Auch der Verlauf der Erkrankung ist hier schwerer und schneller.

In vielen armen Ländern ist Tuberkulose Todesursache Nummer eins bei HIV-Patienten. Weltweit ist sie die Erkrankung, die am häufigsten mit einer HIV-Infektion assoziiert ist. Aus diesem Grund fordert die WHO, die Erforschung und Bekämpfung von AIDS und Tuberkulose zu koordinieren.

Risikofaktoren für Tuberkulose

Risikofaktoren der TBC: HIV 26,7 Prozent, Fehlernährung 3,2 Prozent, Diabetes 3,1 Prozent, Alkoholgenuss (40 Gramm pro Tag) 2,9 Prozent, Rauchen 2,6 Prozent, Innenraumluftbelastung 1,5 Prozent)
Risikofaktoren der TBC, Grafik: ©Lungeninformationsdienst

 

 

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Informationen zum Inhalt

Quellen:

Wissenschaftliche Beratung: Prof. Dr. Tom Schaberg, Agaplesion Diakonieklinikum Rotenburg

Letzte Aktualisierung:

12.03.2018

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