Welche Therapie erfolgt bei Pneumothorax?

Therapie von Bronchiektasen

Die Therapie richtet sich nach der Art und Größe des Pneumothorax. Auch die Ursachen des Pneumothorax und das Befinden des Patienten spielen eine Rolle. In den meisten Fällen erfolgt die Behandlung stationär.
Bei einem kleinen Spontanpneumothorax kann durch unterstützende Sauerstoffgabe unter klinischer Beobachtung die Spontanheilung abgewartet werden. Durch das Einstellen des Rauchens sinkt die Rückfallquote deutlich.

Bei einem Spannungspneumothorax ist als Notfallmaßnahme eine sofortige Punktion angezeigt, um den Überdruck zu mindern. Dabei wird die Luft durch eine zwischen den Rippen eingeführte Kanüle abgesaugt und so die Brusthöhle entlastet.

Bewährter Therapiestandard bei einem Pneumothorax ist das Ableiten der Luft aus dem Pleuraspalt (Drainage) über einen dort eingebrachten Schlauch (Katheter). Unter örtlicher Betäubung wird der Katheter in den Pleuraraum geschoben. Durch eine angeschlossene Pumpe wird ein Unterdruck erzeugt und die Luft so lange abgeleitet, bis das Lungenfell dem Rippenfell wieder anliegt und die Lunge ausgedehnt ist.  Dieser Vorgang kann mehrere Tage in Anspruch nehmen.

Um die Rückfallquote des Pneumothorax zu senken, kann eine Verklebung des Lungenfells mit dem Rippenfell, eine sogenannte Pleurodese, in Betracht gezogen werden. Bei diesem operativen Eingriff entfernt man entweder einen Teil des Rippenfells, was zu einer Verklebung des Lungenfells mit der Brustkorbwand führt, oder es wird eine verklebende Substanz in den Pleuraspalt eingebracht. Sollte erneut ein Gewebsdefekt im Lungengewebe entstehen, kann die Lunge nicht zusammenfallen. Bei wiederkehrendem Pneumothorax oder Spannungspneumothorax kann eine chirurgische Behandlung erforderlich sein.

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Informationen zum Inhalt

Quellen:

  • v. Wichert, P.: Pneumothorax. In: Der Internist, 2004, 45 (5): 549-554
  • Herth, F.J.F.: Pneumothorax: Klinik, Diagnostik und Behandlung. In: Der Pneumologe, 2008, Volume 5, Number 4: 239-246(8)
  • Hahn, J. et al. (2006), Checkliste Innere Medizin, 5. Auflage, Thieme Verlag
  • Classen M. et al. (2004), Innere Medizin, Urban und Fischer

Letzte Aktualisierung:

13.05.2014

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