Wie wird ein Pneumothorax festgestellt?

Diagnose von Bronchiektasen

Der erste Schritt zur Diagnose ist die Befragung des Patienten (Anamnese). Die Art und der Zeitpunkt des Auftretens von Luftnot und Schmerzen sind dabei von besonderer Bedeutung. Ob der Betroffene Raucher ist oder nicht, ist ebenfalls von großem Interesse. Bei typischen Merkmalen, wie einseitiger plötzlicher Thoraxschmerz, männliches Geschlecht und Risikoaltersgruppe liegt die Verdachtsdiagnose Pneumothorax nahe.

Bei einem größeren Pneumothorax ist beim Abhören mit dem Stethoskop über der betroffenen Lunge kein Atemgeräusch hörbar. Bei einem äußeren Spontanpneumothorax kann sich im Unterhautfettgewebe Luft ansammeln. Beim Betasten können an den betroffenen Stellen knisternde Geräusche – wie beim Öffnen eines Klettverschlusses – wahrgenommen werden. Zudem kann eine Messung der Gasverteilung von Sauerstoff und Kohlendioxid im Blut (Blutgasanalyse) vorgenommen werden. Weiterführende Untersuchungen können nötig sein, um eine andere Erkrankung (z. B. Herzinfarkt oder Lungenembolie) auszuschließen.

GUT ZU WISSEN

Allein durch das Abklopfen und Abhören der Lunge kann ein größerer Pneumothorax,  bei nicht vorerkrankter Lunge, bereits entdeckt werden.

Bei einem sekundären Spontanpneumothorax sind in der Krankengeschichte zusätzliche Angaben zu vorbestehenden Lungenerkrankungen wichtig. In der Untersuchung wird der Arzt die Lunge des Patienten gründlich abhören und abklopfen sowie auf mögliche Beeinträchtigungen des Herz-Kreislaufsystems achten.

Die Diagnose ist neben der Krankengeschichte, vor allem, was das Ausmaß des Pneumothorax betrifft, am sichersten durch eine Röntgenaufnahme zu stellen. Die Lunge sollte am stehenden Patienten während der Ausatmung in zwei Ebenen (von vorne und seitlich) geröntgt werden. Beim Spontanpneumothorax ist der Lungenflügel wegen des kleineren Lungenvolumens nur noch geschrumpft oder beim Spannungspneumothorax kaum mehr erkennbar. Bei diesem sind zusätzlich, wegen der ständigen Luftzunahme im Pleuraspalt, die angrenzenden Organe (Herz/ gesunde Lunge) zur Gegenseite hin verdrängt.

Röntgenbild eines Pneumothorax
Bild: Universitätsklinikum Freiburg

Röntgenbild eines Pneumothorax. Man sieht rechts im Bild einen zusammengefallenen Lungenflügel (gelber Pfeil) mit reichlich Luft daneben (blauer Pfeil). Links im Bild sieht man einen vollständig ausgedehnten Lungenflügel, erkennbar an den bis zu den Rippen reichenden Lungengefäßen.

Bei bereits vorbestehenden Lungenerkrankungen kann es schwierig sein, anhand des Röntgenbildes eine eindeutige Unterscheidung zu treffen. In diesem Fall ist ein Computertomogramm des Brustkorbs sinnvoll. Da bei dieser Untersuchung das Organ in vielen Schichten dargestellt wird, können auch sehr kleine krankhafte Veränderungen entdeckt werden. Die Unterscheidung der möglichen Krankheitsbilder ist mittels Computertomographie in den meisten Fällen zweifelsfrei möglich.

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Informationen zum Inhalt

Quellen:

  • Herth, F.J.F.: Pneumothorax: Klinik, Diagnostik und Behandlung. In: Der Pneumologe, 2008, Volume 5, Number 4: 239-246(8)
  • Herold, G. et al. (2009): Innere Medizin, erschienen im Eigenverlag
  • Hahn, J. et al. (2006), Checkliste Innere Medizin, 5. Auflage, Thieme Verlag
  • Frick, H. et al. (1992), Allgemeine und spezielle Anatomie Band I und II, Thieme Verlag

Letzte Aktualisierung:

13.05.2014

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