Keuchhusten: Verbreitung

Vor etwas mehr als 100 Jahren gehörte der Keuchhusten zu den häufigsten kindlichen Todesursachen. Weltweit erkranken jedes Jahr etwa 17 Millionen Menschen an Keuchhusten – auch wenn die Erkrankung heute im Vergleich zu früher viel seltener auftritt, da Säuglinge normalerweise ab dem vollendeten zweiten Lebensmonat gegen Keuchhusten geimpft werden. Trotz der Impfmöglichkeit ist die Fallzahl der Erkrankungen in den letzten Jahren wieder angestiegen. Dabei kam es auch zu einer Altersverschiebung. Nun erkranken vor allem ältere Jugendliche und Erwachsene. So lag das Durchschnittsalter laut Robert Koch-Institut 1995 noch bei 15,1 Jahren und stieg mittlerweile auf etwa 42 Jahre an.

GUT ZU WISSEN:

Heute  erkranken zunehmend Erwachsene an Keuchhusten, wenn der Impfschutz nachlässt und nicht aufgefrischt wird.

Grund dafür ist der mit zunehmendem Alter abklingende Impfschutz. Deshalb sollten sich Erwachsene erneut impfen lassen. Denn die Erkrankung sollte nicht unterschätzt werden: In Industrieländern führt Keuchhusten bei etwa 2 von 1000 Erkrankten zum Tod. Die meisten Todesfälle betreffen Säuglinge.

In Deutschland müssen seit 2013 der Verdacht auf Keuchhusten, jede Erkrankung und der Tod durch Keuchhusten an das zuständige Gesundheitsamt gemeldet werden.

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Quellen:

Letzte Aktualisierung:

29.08.16

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