Keuchhusten: Forschungsansätze

Früher war es üblich, mit ganzen Bakterienzellen gegen Keuchhusten zu impfen. Diese Impfweise ist durch den sogenannten azellulären Keuchhustenimpfstoff ersetzt worden, der weniger Nebenwirkungen auslöst und mit Diphterie- und Tetanus-Impfstoffen kombiniert wird. Einen reinen Pertussis-Impfstoff gibt es nicht mehr. Der azelluläre Impfstoff enthält nur noch Oberflächenbestandteile der Erreger. Doch er hat auch einen Nachteil: Er ist schwächer. Wissenschaftler des französischen Pasteur Instituts erforschen, warum dieser „schwächere“ Impfstoff keine vollständige Immunisierung, sondern lediglich eine gewissen Schutz gegen eine Erkrankung bietet und folglich wieder aufgefrischt werden muss. Im Project NEOVAC des Institute Pasteur de Lille wurde ein Mausmodell für das Kleinkind- und Neugeborenen-Alter entwickelt, um die unterschiedlichen Reaktionen näher untersuchen zu können. Konkret wird auch an Impfstoffen gearbeitet, die die Wirkung und den Schutz der Keuchhusten-Impfung verbessern sollen.

Baseler Wissenschaftlern gelang es, neue Erkenntnisse zur Struktur des Erregers zu gewinnen. Sie untersuchten wie sich der Keuchhustenerreger mittels eines abgesonderten Klebstoffs an die Atemwegsschleimhäute heftet und dort vermehrt. Durch die Kenntnis des genauen Funktionsmechanismus könnte es langfristig möglich werden, neue Therapieansätze zu entwickeln und auf Antibiotika zu verzichten.

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Letzte Aktualisierung:

29.08.16

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