Lungenentzündung: Diagnose

Am Anfang der Diagnostik steht das Anamnesegespräch. Dabei erkundigt sich der Arzt nach dem Beschwerdebild und nach der Krankengeschichte - mit besonderem Augenmerk auf Risikofaktoren. Er kann häufig schon anhand des klinischen Bildes und einer Untersuchung des Patienten den Verdacht auf eine Lungenentzündung stellen. Meist wird dann ein Röntgenbild angefertigt, bei dem sich das entzündete Gewebe gegenüber dem gesunden Gewebe hell abhebt.

Klassischerweise gewinnt man auch potenziell infektiöses Material, den Auswurf beim Husten, und kultiviert es auf einem speziellen Nährmedium. Der Vorteil dieser Anzucht besteht darin, dass man gleich testen kann, gegen welche Antibiotika der Keim empfindlich ist.

Die Kehrseite der Medaille: Es dauert eine gewisse Zeit, bis ein aussagekräftiges Ergebnis vorliegt. Dieses Problem lässt sich mit einem relativ neuen Testverfahren lösen. Dabei wird ein charakteristisches Protein aus der Zellwand von Streptococcus pneumoniae mit Hilfe einer Immunchromatographie genannten Methode nachgewiesen. Anfangs wurde dieser Test im Urin vorgenommen. Inzwischen lässt er sich auch in anderen Körperflüssigkeiten durchführen.

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Letzte Aktualisierung:

15.02.2011

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