Wie verbreitet ist das Lungenemphysem?

Die Zahl der Menschen mit einem Lungenemphysem kann nicht genau angegeben werden. Denn häufig wird die Lungenerkrankung nicht als eigenständiges Krankheitsbild registriert, sondern der Diagnose COPD zugerechnet.

Schätzungen des Bundesverbandes der Pneumologen und der Deutschen Gesellschaft für Pneumologie und Beatmungsmedizin zufolge haben etwa eine Million Menschen in Deutschland ein Lungenemphysem. Betroffen sind vor allem rauchende Männer und Frauen jenseits des 50. Lebensjahres.

In Entwicklungsländern dürfte die Zahl der Patienten höher liegen, da die Luft in diesen Ländern meist noch stärkerer mit Auto- und Industrieabgasen sowie Feinstäuben belastet ist. In den Industrienationen gilt dagegen das Rauchen als Hauptursache für die Entstehung eines Lungenemphysems. Bei lebenslangen Nichtrauchern tritt die Erkrankung nur selten auf. An einem durch angeborenen Alpha-1-Antitrypsin-Mangel bedingten Lungenemphysem sind in Deutschland etwa 8.000 Menschen erkrankt.

Unserr wissenschaftliche Beratung für diesen Text:

PD Dr. med. Henrik Watz, LungenClinic Grosshansdorf

Quellen:

  • Universitätsklinikum Marburg: Alpha-1-Antitrypsin-Zentrum
  • Manych, M.: Prävalenz und Komorbiditäten des Alpha-1-Antitrypsin-Mangels in Deutschland. In: Pneumologie, 2017, 71(08): 497
  • Greulich, T. et al.: The prevalence of diagnosed (1-antitrypsin deficiency and its comorbidities: results from a large population-based database. In: European Respiratory Journal, 2017, 49
  • Bundesverband der Pneumologen und Deutsche Gesellschaft für Pneumologie und Beatmungsmedizin: Lungenärzte im Netz 

Letzte Aktualisierung: 04.11.2019

zum Seitenanfang
Druckversion