Allergien und Atemwege: Verbreitung

Wissenschaftliche Untersuchungen weisen darauf hin, dass die Häufigkeit von allergischen Erkrankungen besonders in westlichen Industrienationen in den letzten Jahrzehnten stark angestiegen ist.

Das Robert Koch-Institut (RKI) erhebt im Rahmen eines Gesundheitsmonitorings regelmäßig Daten zu den häufigsten allergischen und atopischen Erkrankungen, darunter auch Asthma bronchiale und Heuschnupfen. In den Studien des Gesundheitsmonitorings werden sowohl Daten von Erwachsenen (DEGS - Studie zur Gesundheit Erwachsener in Deutschland) als auch Kindern und Jugendlichen (KiGGS – Studie zur Gesundheit von Kindern und Jugendlichen in Deutschland) ausgewertet.

Für DEGS hat das RKI zuletzt zwischen 2008 und 2011 Daten zur Zahl von Menschen mit Allergien erhoben. Danach wurde bei fast einem Drittel der Erwachsenen zwischen 18 und 76 Jahren im Lauf des Lebens mindestens eine Allergie ärztlich diagnostiziert. Die Wahrscheinlichkeit dafür einmal im Leben allergisches Asthma zu entwickeln lag bei knapp 8 Prozent, für Heuschnupfen sogar bei annähernd 15 Prozent.

Ähnliche Verteilung auch bei Kindern

Ähnliche Ergebnisse ergab die Kinder- und Jugendgesundheitssurvey (KIGGS-Studie) des Robert Koch-Instituts in Deutschland: In der 2018 veröffentlichten Folgebefragung (Welle 2, 2014 bis 2017) zeichneten sich folgende Ergebnisse ab: Allergische Erkrankungen zählen zu den häufigsten gesundheitlichen Beeinträchtigungen bei Kindern und Jugendlichen. Annähernd 9 Prozent der Kinder und Jugendlichen in Deutschland hatten laut Studie Heuschnupfen, etwa 3,5 Prozent haben Asthma bronchiale.

Mehr zu Allergien erfahren Sie beim Allergieinformationsdienst des Helmholtz Zentrums München.

Wissenschaftliche Beratung für dieses Kapitel:

Quellen:

Letzte Aktualisierung: 06.05.2020

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