Akutes Lungenversagen (ARDS): Forschungsansätze

Akute Erkrankungen der unteren Atemwege wie die Lungenentzündung und das akute Lungenversagen (ARDS) stellen weltweit zunehmend ein Gesundheitsproblem dar. Sie sind nach wie vor mit einer relativ hohen Sterblichkeit verbunden. Viele Erreger sind bereits resistent gegen Antibiotika, weitere sind kurz davor, was die Behandlung schwierig macht. Deshalb ist es sehr wichtig, neue Therapieansätze für diese Krankheiten zu entwickeln.

Fragestellungen rund um das akute Lungenversagen ARDS, die zum Beispiel auch das Deutsche Zentrum für Lungenforschung erforscht, sind zum Beispiel:

     

  • Wie arbeitet das angeborene Immunsystem, nachdem Krankheitserreger in die unteren Atemwege eingedrungen sind?
  • Welche Rolle spielen dabei Störungen im Gasaustausch, die bei ARDS auftreten?
  • Wie lassen sich entstehende Lungenschäden möglichst begrenzen?
  • Die Lunge hat ein großes Regenerationspotential. Welche Gene, Genprodukte und zellulären Wechselwirkungen sind an den Reparaturprozessen und der Regeneration des Lungengewebes nach vorheriger Schädigung beteiligt?
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  • Welche anti-entzündlichen und die Regeneration fördernden Fähigkeiten haben Stammzellen aus dem embryonalen Bindegewebe?
  • Inwieweit lassen sich derzeit bestehende Impfstrategien verbessern?
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  • Etablierung neuer Mechanismen zur Behandlung/Entfernung eines Lungenödems (Ansammlung von Flüssigkeit in der Lunge)
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  • Suche nach spezifischen Wirkstoffen, die das akute Lungenversagen ursächlich behandeln.
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Akutes Lungenversagen wird intensivmedizinisch behandelt, indem die Patienten maschinell beatmet werden. Neue, verbesserte Beatmungstechniken sind daher ebenfalls Gegenstand aktueller Forschung.

Unsere wissenschaftliche Beratung für dieses Kapitel:

Dr. Istvan Vadasz, Universitätsklinikum Gießen

Quellen:

Letzte Aktualisierung: 19.03.2020

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