Reisen mit Sauerstoff

Die Sommermonate bedeuten für die meisten Menschen Urlaubszeit, Pause machen und durchatmen. Gerade Menschen mit Lungenerkrankungen sollten ihre Reise sehr sorgfältig planen und vorbereiten, damit diese entspannt und erholsam verläuft. Patienten, die unter schweren Lungenerkrankungen leiden, haben oft einen chronischen Sauerstoffmangel (Hypoxämie). Die Lunge ist dann nicht mehr in der Lage, genug Sauerstoff aufzunehmen, um die restlichen Organe kontinuierlich und in ausreichendem Maße mit dem lebenswichtigen Element zu versorgen. Lässt sich der chronische Sauerstoffmangel mit Medikamenten oder anderen Behandlungsmöglichkeiten nicht mehr beheben, hilft die Langzeit-Sauerstofftherapie.

Vor allem die Krankheitsbilder COPD, das Lungenemphysem, die Lungenfibrose, die Cystische Fibrose oder wiederkehrende Lungenembolien machen eine Langzeit-Sauerstofftherapie notwendig. Die Patienten sind dann auf ein mobiles Sauerstoffsystem angewiesen und müssen ihren Urlaub – so sie dazu körperlich in der Lage sind – so gestalten, dass der Sauerstoff und sein Vorrat lückenlos gedeckt ist. Außerdem empfiehlt sich im Vorfeld ein Check-up bei einem Lungenfacharzt, und die Patienten sollten sich vor Urlaubsantritt über die Infrastruktur (Strom-, ärztliche Versorgung etc.) des Reiseziels informieren.

Gerade bei Flugreisen müssen Sauerstoffpatienten eine Vorlaufzeit von etwa sechs bis acht Wochen beachten. Neben den organisatorischen Vorbereitungen braucht man eine Flugtauglichkeitsbescheinigung und muss die Sauerstoffgeräte im Vorfeld bei der Fluggesellschaft anmelden. Auch muss sichergestellt werden, dass am Urlaubsort genügend Sauerstoff zur Verfügung steht.

Auf viele Fragen zur Sauerstoffversorgung auf Reisen können Selbsthilfegruppen wie beispielsweise die Deutsche SauerstoffLiga LOT e.V. hilfreiche Antworten geben. 

In unserem aktuellen Monatsschwerpunkt erfahren Sie mehr zum Thema Reisen mit Sauerstoff.

Langzeit-Sauerstofftherapie: Unter einer Langzeit-Sauerstofftherapie (LTOT) versteht man die dauerhafte Gabe von Sauerstoff über mindestens 16 Stunden. …weiter

Notwendigkeit einer Sauerstofftherapie
Die Langzeit-Sauerstofftherapie wird bei Patienten mit chronischem Sauerstoffmangel eingesetzt. Bedingt wird eine solche Hypoxämie vor allem durch schwere Lungenleiden wie COPD, Lungenemphysem, Lungenfibrose oder Cystische Fibrose.

  • COPD: Bei COPD-Patienten ab Stadium III und mit chronischem Sauerstoffmangel im Blut (Hypoxämie) wird in den Leitlinien die Langzeit-Sauerstofftherapie empfohlen. Durch die Verabreichung von zusätzlichem Sauerstoff wird die Versorgung des Körpers gewährleistet und die Atemmuskulatur entlastet. …weiter
  • Lungenemphysem: Charakteristisches Symptom bei einem Lungenemphysem ist die Atemnot. Der gestörte Gasaustausch hat zur Folge, dass die Sauerstoffsättigung des Blutes abnimmt, was zu einer Unterversorgung des Körpers mit Sauerstoff führt. …weiter
  • Lungenfibrose: Durch die der Erkrankung zugrunde liegenden Umbauprozesse der Lunge nimmt ihre Dehnbarkeit ab, und der Gasaustausch, also die Aufnahme von Sauerstoff aus der Atemluft ins Blut und die Abgabe von Kohlendioxid, wird behindert. Resultat ist eine Einschränkung der Lungenfunktion. …weiter
  • Cystische Fibrose: Mit zunehmender Erkrankungsdauer werden Herz und Lunge immer stärker belastet. Deshalb kann es im fortgeschrittenen Stadium nötig sein, Sauerstoff zu verabreichen. …weiter


Weitere Informationen zum Thema Fitness, Bewegung, Ernährung, Entspannung, Atemsport

Weitere Informationen: Hier finden Sie nützliche Links und Literatur rund um das Thema Reisen mit Sauerstoff …weiter

Letzte Aktualisierung:
Juni 2014

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