Die Behandlung fortgeschrittener Lungenerkrankungen

Unterschiedliche akute und chronische Lungenerkrankungen können bei schwerem Verlauf zum Lungenversagen führen (endstage lung disease, ELD). Sind alle Therapiemöglichkeiten erschöpft, bleiben der sogenannte extrakorporale Lungenersatz (extracorporeal lung membrane oxygenation, ECMO) und die Lungentransplantation (LTx).

Bei der ECMO, einer etablierten intensivmedizinischen Technik, wird das Blut eines Patienten mit Lungenversagen mit Hilfe einer externen Maschine künstlich mit Sauerstoff angereichert und das Kohlendioxid entfernt. Hierzu wird der Patient ins künstliche Koma versetzt.

Bei dem neuen Verfahren der Wach-ECMO bleibt der Patient jedoch bei Bewusstsein, er kann sprechen, essen, trinken und seine Muskeln trainieren. Dieses Verfahren stellt eine wesentliche Weiterentwicklung der Intensiv- und Beatmungsmedizin dar. ECMO dient unter anderem zur Behandlung von Patienten mit schwerem oder schwerstem Lungenversagen (Acute Respiratory Distress Syndrome, ARDS). Inzwischen hat sich die Methode auch in der Überbrückung der Wartezeit für Transplantationskandidaten bewährt. Gegenüber der konventionellen ECMO ist die Wach-ECMO als zunehmend überlegen anzusehen.

Die Lungentransplantation (LTx) kommt nur für eine begrenzte Anzahl von Patienten in Frage und wird bei weit fortgeschrittenen Lungenerkrankungen eingesetzt. Hauptursachen, die letztlich eine Lungentransplantation erfordern können, sind die chronisch-obstruktive Lungenerkrankung (COPD), Lungenfibrose, ein Lungenemphysem oder Mukoviszidose.

In unserem aktuellen Themenschwerpunkt erfahren Sie, welche Behandlungsmöglichkeiten es bei weit fortgeschrittenen Lungenerkrankungen gibt, und welche möglichen Komplikationen auftreten können.

Krankheitsbilder mit schwerwiegendem Verlauf:

COPD: Atemnot, Husten und Auswurf sind die Hauptsymptome der COPD. In fortgeschrittenem Stadium werden auch andere Organsysteme in Mitleidenschaft gezogen. …weiter

Lungenfibrose: Bei einer Lungenfibrose vermehrt sich das Bindegewebe in der Lunge, verhärtet und vernarbt, die Lungenfunktion ist schließlich stark eingeschränkt. Ein fortgeschrittenes Stadium der Erkrankung ist die sogenannte Honeycomb Lung, eine stark degenerierte Wabenlunge. …weiter 

Lungenemphysem: Das Lungenemphysem ist eine chronisch fortschreitende Lungenerkrankung, bei der die Lungenbläschen am äußersten Ende der Bronchiolen irreversibel erweitert und zerstört werden. …weiter

Mukoviszidose: Mukoviszidose, auch unter dem Begriff Cystische Fibrose bekannt, ist eine angeborene und noch nicht heilbare Stoffwechselerkrankung. Besonders problematisch sind die fortschreitenden Lungenschädigungen und die damit verbundenen Komplikationen. …weiter

ARDS: Jede Lungenentzündung kann im weiteren Verlauf zu einer akuten Lungenschädigung (Acute Lung Injury, ALI) bzw. zum akuten Lungenversagen (Acute Respiratory Distress Syndrome, ARDS), einer schweren und oft tödlich verlaufenden, entzündlichen Erkrankung der Lunge, führen. …weiter


Transplantation: Die Erfolgsraten haben sich in den vergangenen 25 Jahren stetig verbessert. Heute leben ein Jahr nach der Transplantation im Schnitt noch knapp 80 Prozent der Patienten. …weiter

Bronchiolitis obliterans-Syndrom (BOS): Bei dieser chronischen Abstoßungsreaktion nach Lungentransplantation verhärtet und vernarbt das Lungengewebe - mit der Folge, dass sich die Lungenfunktion verschlechtert. …weiter

Regeneration als Forschungsansatz: In der Lunge gibt es Vorläuferzellen, die sich zu reifen Zellen weiterentwickeln und so geschädigtes Gewebe regenerieren können. …weiter

Zelltherapien: Zelltherapeutische Ansätze lassen für die Zukunft auf neue Wege zur Behandlung vieler, bis heute nicht heilbarer Erkrankungen hoffen. …weiter


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Informationen zum Inhalt

Quellen:

Breath Hannover: Lungenerkrankungen im Endstadium (Letzter Abruf: 02.01.14)
Lungenärzte im Netz: Deutschland Rangspitze bei der Entwicklung des extrakorporalen Lungenersatzes (Letzter Abruf: 02.01.14)
Bundesministerium für Bildung und Forschung: Das Deutsche Zentrum für Lungenforschung. Pressemeldung vom 14.08.2013 (Letzter Abruf: 02.01.14)

Letzte Aktualisierung:

02. Januar 2014

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