Pulmonale Hypertonie

Training und Rehabilitation bei chronischem Lungenhochdruck

01. Apr 2019

Die Europäische Atemwegsgesellschaft (European Respiratory Society, ERS) hat eine Erklärung zu körperlichem Training und Rehabilitation bei chronisch pulmonaler Hypertonie, PH (Lungenhochdruck) veröffentlicht. Die PH-Experten fordern darin, die Angebote auszubauen und den Zugang für Betroffene zu erleichtern.

Reha und Training bei Lungenhochdruck Bild: Zwei Holzfiguren sitzen auf Bällen.

© C Schler - Fotolia.com

Das Statement wurde von einem multidisziplinären Experten-Team aus 18 Zentren in elf europäischen Ländern erstellt. Ziel war es, die Ergebnisse aktueller Studien zusammenzufassen und neue Strategien für die zukünftige Forschung zu entwickeln. Zudem soll die Erklärung das Bewusstsein für körperliches Training bei pulmonaler Hypertonie (Lungenhochdruck) erhöhen, auch um Betroffenen Trainings- und Rehabilitationsmaßnahmen zukünftig besser verfügbar zu machen.

Insgesamt werteten die Experten 23 Studien mit 784 PH-Betroffenen aus. Dabei konzentrierten sie sich auf die klinischen Auswirkungen des Bewegungstrainings, darauf wie das Training durchgeführt wurde und wann und wie die Maßnahmen eingesetzt wurden.

„Wirksam, kostengünstig und sicher, aber kaum erstattet“

Laut der Arbeitsgruppe zeigen die Ergebnisse, dass Bewegungstraining bei chronischem Lungenhochdruck die körperliche Belastungsfähigkeit und die Muskelfunktion verbessert. Auch die Lebensqualität und möglicherweise die Funktion des rechten Ventrikels und der Blutfluss in den Gefäßen der Lunge verbessern sich. Um diese Daten zu bestätigen und herauszufinden welche Mechanismen genau zu den positiven Ergebnissen führen, seien allerdings weitere Studien erforderlich, betonen die Experten. In weiteren Studien könnten dann auch die besten Trainingsmethoden identifiziert werden. Ein speziell angepasstes Bewegungstraining ist nach Einschätzung der Expertengruppe bei Lungenhochdruck wirksam, kostengünstig und sicher. Dennoch werde es aber kaum erstattet und von den Gesundheitssystemen unterstützt.

Ihr abschließendes Fazit: Es sollten unbedingt spezielle Rehabilitationsprogramme für PH-Patienten entwickelt werden, um mehr Betroffenen den Zugang zu dieser Behandlung zu erleichtern. Dazu sei es jedoch dringend notwendig, das Bewusstsein für diese Programme bei Gesundheitseinrichtungen, wichtigen Entscheidern im Gesundheitssystem und in der Forschung zu schärfen.

Quellen:

European Respiratory Society: New ERS task force statement on exercise training and rehabilitation in patients with chronic PH. Meldung vom 28. Februar 2019

Grüning, E. et al.: ERS statement on exercise training and rehabilitation in patients with severe chronic pulmonary hypertension. In: European Respiratory Journal. 2019 53: 1800332; DOI: 10.1183/13993003.00332-2018 


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