Chinesische Kräuter gegen Grippe

06. Dez 2012

Grippepatienten werden durch die Behandlung mit einer Mischung aus zwölf chinesischen Kräutern deutlich schneller wieder fieberfrei. Über diesen Zusammenhang berichten Forscher aus Peking jetzt in einer kleinen wissenschaftlichen Studie.

Foto: © Mareen Friedrich/fotolia

Die Grippesaison steht unmittelbar vor der Tür. Gerade rechtzeitig wurde Ende Oktober auf dem Jahrestreffen des American College of Chest Physicians eine Untersuchung vorgestellt, die den Nutzen chinesischer Kräuter bei dieser, die Atemwege betreffenden, Virusinfektion beleuchtet. An der Studie von Wissenschaftlern der China Academy of Chinese Medical Science nahmen insgesamt 86 Patienten teil. Alle hatten über 38,3 Grad Fieber und erfüllten noch weitere diagnostische Kriterien einer Grippe.

44 Probanden wurden mit dem so genannten Jinhuaqinggan-Sud behandelt. Dieser enthält eine Mischung von zwölf Heilkräutern aus der chinesischen Medizin, darunter beispielsweise das auch hierzulande bei Erkältungen und Nasennebenhöhlenentzündungen eingesetzte Ephedra. Die übrigen Teilnehmer nahmen stattdessen ein wirkungsloses Scheinmedikament ein.

In dieser Placebogruppe dauerte es im Schnitt fast 40 Stunden, bis das Fieber wieder abklang. Die Patienten hingegen, die die Kräutermischung bekommen hatten, waren schon nach durchschnittlich 25,8 Stunden fieberfrei. Und auch andere Grippesymptome entwickelten sich unter der Therapie schneller zurück. Abgesehen von leichter Übelkeit bei zwei Probanden traten keine Nebenwirkungen auf. Ihre Daten würden nahe legen, so die Forscher, „dass chinesische Kräuter als alternative Behandlung für die saisonale Grippe dienen können.“

Quelle:
Zaiya, J. et al.: The Efficacy and Safety of Chinese Herb on Treatment of Seasonal Influenza. In: CHEST, 2012, 142(4_MeetingAbstracts): S. 225A-225A

 


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