Register für medizinische Biobanken

04. Okt 2012

Biobanken sichtbar zu machen, ist das Ziel des Deutschen Biobanken-Registers. Unter der Adresse www.biobanken.de können sich Wissenschaft und interessierte Öffentlichkeit jetzt einen Überblick über Ziele, Verfahrensweisen und verfügbare Ressourcen der medizinischen Biobanken-Forschung verschaffen.

Biobanken gelten als wichtiges Instrument der medizinischen Forschung. Dort werden Gewebe- und Blutproben eingelagert und mit den dazugehörigen medizinisch relevanten Daten verknüpft. Um die Ursachen von Krankheiten zu klären oder neue Therapieoptionen zu entwickeln, richten verschiedenste Institutionen diese Sammlungen menschlicher Biomaterialien ein – von Kliniken über wissenschaftliche Institute bis hin zu Unternehmen aus der Pharma- und Biotech-Branche.

Das Deutsche Biobanken-Register gibt jetzt erstmals eine öffentlich verfügbare Übersicht über die in Deutschland bestehenden medizinischen Biomaterialbanken. Unter der Adresse www.biobanken.de haben Forscher beispielsweise die Möglichkeit zu recherchieren, ob es für ihre wissenschaftliche Fragestellung relevante Gewebeproben gibt, und mit wem sie in einem Forschungsprojekt kooperieren könnten. Ziel ist, den Informations- und Probenaustausch zwischen Forschergruppen zu fördern, die Biobanken zu vernetzen und so eine möglichst effiziente Nutzung dieser wichtigen wissenschaftlichen Ressourcen zu gewährleisten. Betrieben wird das Deutsche Biobanken-Register von der Technologie- und Methodenplattform für die vernetzte medizinische Forschung (TMF), sie ist für Aufbau und Pflege des Registers verantwortlich.

Mit dem Biobanken-Register wird aber auch die Forderung des Deutschen Ethikrates und des Gesundheitsforschungsrats erfüllt, für die Öffentlichkeit die notwendige Transparenz über Zielsetzungen, Verfahrensweisen, Verwendung der Proben und Hintergründe der Biobanken-Forschung sicherzustellen. So bietet ein integriertes und für jeden zugängliches Nutzer-Portal Forschern, Förderinstitutionen und Bürgern die Möglichkeit zu Kommunikation und Erfahrungsaustausch. Interessierte finden dort verschiedene Foren etwa zu Themen wie den rechtlichen Rahmenbedingungen, Datenschutz oder ethischen Fragestellungen.


Quellen:

www.biobanken.de


Medizinische Biobanken einfach recherchieren. In: Deutsches Ärzteblatt, 2012, 109(25):, S. A1326

 


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