Feinstäube aus Schiffsdiesel

26. Sep 2013

Die Belastung der Hafenstädte mit gesundheitsbedenklichen Feinstäuben aus Schiffsdieselmotoren ist ein ernstzunehmendes Problem. Wie wirken sich die Schiffs-Abgase auf die menschliche Gesundheit aus? Dieser bisher kaum untersuchten Frage widmen sich derzeit Wissenschaftler aus acht Forschungseinrichtungen Europas an der Universität Rostock. Die Wissenschaftler sind Teil des vom Helmholtz Zentrum München und der Universität Rostock initiierten Virtuellen Helmholtz Instituts HICE, an dem weitere Partner aus Deutschland und Europa beteiligt sind.

HICE - Feinstäube aus Schiffsdiesel

Foto: HICE/Helmholtz Zentrum München/Universität Rostock

An der Universität Rostock kommt der einzige Schiffsdieselmotor Deutschlands zum Einsatz, der für die Forschung bereit steht und das problematische Schweröl verwendet, mit dem beispielweise auch Kreuzfahrtschiffe betrieben werden. Chemiker, Physiker, Biologen und Ingenieure arbeiten gemeinsam daran, die Abgase des Motors zu untersuchen und mögliche gesundheitliche Effekte auf die Lunge nachzuweisen.

In einem neu entwickelten mobilen Biolabor werden menschliche Lungenzellkulturen in speziellen Expositionssystemen den Feinstaubpartikeln aus dem Schiffsdieselmotor ausgesetzt. Die Wissenschaftler hoffen, über ein spezielles Markierungsverfahren sehr frühe Änderungen im Stoffwechsel der belasteten Lungenzellen nachweisen zu können. Zudem kommen neuartige Techniken zur chemischen Charakterisierung der Feinstäube zum Einsatz, die eine Messung der Schadstoffe in Echtzeit erlauben.

Erste Ergebnisse der Messkampagne werden für Frühjahr 2014 erwartet.

Quelle:
Universität Rostock: Einzigartiges Experiment in Rostock: Wissenschaftler erforschen die Feinstäube aus Schiffsdiesel. – Pressemitteilung vom 26.11.2012




 

 


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