Luftverschmutzung durch Dieselruß verschlechtert allergisches Asthma

30. Jan 2014

Wissenschaftler des Cincinnati Children´s Hospital Medical Center konnten zeigen, dass die Belastung durch Dieselruß aus dem Straßenverkehr den Schweregrad von kindlichem Asthma erhöhen kann. Bei Kindern, die in hohem Maße Dieselruß ausgesetzt sind, erhöht sich im Blut der Gehalt an Interleukin-17 (IL-17A), einem Protein, das mit diversen chronischen Entzündungskrankheiten in Verbindung gebracht wird.

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Das Team um Eric Brandt untersuchte 235 Kinder und Jugendliche im Alter von fünf bis 18 Jahren, die an Asthma litten. Die Wissenschaftler notierten die Adressen aller Studienteilnehmer und ordneten die Dieselbelastung dem Verkehr in der jeweiligen Wohnumgebung zu. Ebenso untersuchten sie Mäuse, die Dieselpartikeln und Hausstaubmilben ausgesetzt waren. Eine hohe Belastung mit Dieselruß wurde mit Werten größer als 0,46 μg/m³ definiert. Die Häufigkeit von Asthmasymptomen dokumentierten die Wissenschaftler über einen Fragebogen.

Bei Kindern mit Asthma war eine hohe Belastung mit Dieselruß mit häufigeren Asthmasymptomen und erhöhten Interleukin-17-Werten im Blut verbunden. Bei Mäusen, die Dieselpartikeln und Hausstaubmilben ausgesetzt waren, führte dies zu schwererem Asthma als bei Tieren, die nur mit Hausstaubmilben konfrontiert wurden. Wurden die Interleukin-17-Level bei Mäusen neutralisiert, schwächten sich die durch Dieselruß entstandenen Atemwegsentzündungen ab.

Die Blockade der Ausschüttung von Interleukin-17 könnte demnach eine wirkungsvolle Strategie sein, um den Folgen der Luftverschmutzung durch den Straßenverkehr zu begegnen, insbesondere bei Kindern mit allergischem Asthma, die einer hohen Dieselruß-Belastung ausgesetzt sind.

Quelle:
Brandt, Eric B. et al.: Diesel exhaust particle induction of IL-17A contributes to severe asthma. In: Journal of Allergy and Clinical Immunology, 2013; DOI: 10.1016/j.jaci.2013.06.048


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