Patienten fragen – Experten antworten

Erfolgreiches Patientenforum Lunge: Neuer Besucherrekord!

31. Okt 2019

200 interessierte Bürgerinnen und Bürger kamen am 25. Oktober zum 21. Patientenforum Lunge, zu dem der Lungeninformationsdienst des Helmholtz Zentrums München gemeinsam mit dem Deutschen Zentrum für Lungenforschung in Großhansdorf bei Hamburg eingeladen hatte. Die Teilnehmer stellten damit einen neuen Besucherrekord auf. Zahlreiche Fragen aus dem Publikum, aktive Atemübungen und der rege Austausch zwischen Besucherinnen, Besuchern und den Experten auf dem Podium machten das Patientenforum zu einer durchweg gelungenen Veranstaltung.

Atemtherapeutin Michaela Francke animiert das Publikum beim Patentenforum Lunge zum Mitmachen. ©Lungeninformationsdienst/ Helmholtz Zentrum München

„Die Lunge vergisst nichts!“, war eines der ersten Statements von Prof. Klaus F. Rabe, LungenClinic Grosshansdorf, der mit vollem Einsatz durch die Veranstaltung führte. Man müsse sich klarmachen, einige Schäden seien nicht rückgängig zu machen, dennoch könne man vieles tun, um zumindest das Fortschreiten einer chronischen Lungenerkrankung zu verhindern. Daher sei es auch nie zu spät mit dem Rauchen aufzuhören. Auch die Bedeutung von Begleiterkrankungen stellte Rabe noch einmal deutlich hervor. Bei fortgeschrittener COPD sollte immer auch nach Herzerkrankungen untersucht werden und andersherum, so Rabe. Eine vernünftige Vorsorge dürfe nicht bei einem Organ aufhören, diese Aufgabe haben sich große Lungenzentren zum Ziel gesetzt.

Alle fünf hochkarätigen Experten auf dem Podium stellten die neuesten Entwicklungen und Studien zu ihrem Schwerpunkt vor und beantworteten anschließend zahlreiche Fragen aus dem Publikum. Diese reichten von speziellen medizinischen Fragen über die Teilnahme an klinischen Studien bis hin zu Therapiemöglichkeiten.

Klinische Studien, Lungensport und Fortschritte in der Lungenkrebstherapie

Gerade im Bereich Lungenkrebs habe sich in den letzten Jahren viel getan, betonte Dr. Marlitt Horn, Onkologin der LungenClinic Grosshansdorf in ihrer Vorstellung. Genauere Diagnostik und zielgerichtete Medikamente seien inzwischen für spezielle Lungenkrebsformen verfügbar.

Für körperliche Auflockerung sorgte die Leiterin der Abteilung für Physikalische Therapie an der LungenClinic Michaela Francke: Bei ihren Atemübungen, die jeder und jede auch leicht zu Hause nachmachen kann, waren Mitmachen, gute Koordination und eine bewusste Atmung gefragt. Dr. Heike Biller, ebenfalls aus Großhansdorf informierte das Publikum über laufende klinische Studien des Deutschen Zentrums für Lungenforschung (DZL) und sprach über deren Bedeutung, besonders auch für die Patienten. 

„Menschen mit Lungenkrankheiten sollten sich unbedingt vor Infektionen schützen“

Welche schlimmen Auswirkungen Lungeninfektionen für Menschen mit Atemwegserkrankungen haben können und wie wichtig es daher sei, dass sich Betroffene vorab bestmöglich schützen, betonte PD Dr. Daniel Drömann vom Universitätsklinikum Schleswig-Holstein eindringlich. Hierzu gehörten unter anderem die Impfung gegen Lungenentzündung und die jährliche Grippeschutzimpfung, die beide gerade für Menschen mit chronischen Krankheiten empfohlen werden.

Nach fast drei Stunden angeregter Diskussion zogen sowohl die Teilnehmenden als auch die Veranstalter ein durchweg positives Fazit zur Veranstaltung. Der Lungeninformationsdienst sieht die hohe Teilnehmerzahl und das ausgeprägte Interesse an verlässlichen Gesundheitsinformationen als Ansporn und Verpflichtung sein Angebot für Patienten und die interessierte Öffentlichkeit weiter auszubauen.

Der Lungeninformationsdienst des Helmholtz Zentrums München veranstaltete das Patientenforum Lunge in Koorperation mit der LungenClinic Grosshansdorf und dem Airway Research Center North, einem der fünf Standorte des Deutschen Zentrums für Lungenforschung (DZL).


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