Allergische Erkrankungen verstärken COPD-Symptome

17. Okt 2013

COPD-Patienten mit allergischen Erkrankungen haben stärker ausgeprägte Atemwegssymptome und ein höheres Risiko für plötzliche Verschlechterungen des Krankheitsbildes. Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie amerikanischer Wissenschaftler, die kürzlich im American Journal of Respiratory and Critical Care Medicine veröffentlicht wurde.

Heuscnupfen - Frau putz sich die Nase im Freien

Die Forscher werteten die Daten von zwei bevölkerungsbasierten Studien mit COPD-Patienten aus – darunter eine Studie mit 1381 Patienten (NHANES III-Studie) sowie eine Studie mit 77 ehemaligen Rauchern (CODE-Kohorte). Unter den Teilnehmern der NHANES III-Studie befanden sich 296 COPD-Patienten mit Allergien wie Heuschnupfen oder allergischen Reaktionen der oberen Atemwege. Diese Patienten zeigten vermehrte Atemgeräusche, chronischen Husten und Sekretansammlungen. Zudem mussten die Patienten häufiger einen Arzt aufsuchen, da sich die COPD-Symptome verschlechterten. In der CODE-Kohorte waren 23 Patienten mit allergischer Sensibilisierung. Als allergische Sensibilisierung bezeichnet man den immunologischen Vorgang, bei dem sich Antikörper gegen Allergene, eigentlich harmlose Stoffe aus der Umwelt, bilden. Dies kann in der Folge allergische Symptome verursachen. Die Betroffenen zeigten vermehrte Atemgeräusche, entwickelten häufiger Schlafstörungen aufgrund des nächtlichen Hustens und zeigten eher Verschlechterungen der COPD-Symptome, die eine Behandlung mit Antibiotika oder einen akuten Arztbesuch erforderlich machten.

Laut Aussage der Forscher legen die Ergebnisse nahe, dass die Behandlung allergischer Erkrankungen oder die Vermeidung allergieauslösender Stoffe, dazu beitragen kann, Atemwegssymptome bei COPD-Patienten zu verbessern. Um den Zusammenhang zwischen Allergien und COPD eindeutig zu belegen sind weitere Untersuchungen erforderlich.


Quelle:
Jamieson, D. et al.: Effects of Allergic Phenotype on Respiratory Symptoms and Exacerbations in Patients with Chronic Obstructive Pulmonary Disease. In: American Journal of Respiratory and Critical Care Medicine, 2013, Vol. 188, No. 2 :187-192.


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