Mediterrane Diät kann Schlafapnoe lindern

27. Jan 2012

Mediterrane Diät kann in Kombination mit körperlicher Aktivität einige Symptome der Schlafapnoe (Obstruktives Schlafapnoe Syndrom, OSAS) lindern. Erste Hinweise darauf geben die Ergebnisse einer Studie der University of Crete, Griechenland.

Mediterrane Ernährung

© Barbara Dudzińska - Fotolia.com

Ein Wissenschaftlerteam unter Leitung von Christopher Papandreou hat an 40 adipösen Patienten erstmals mögliche Auswirkungen einer unterschiedlichen Ernährungsweise auf die Schlafapnoe untersucht. Schlafapnoe ist durch zahlreiche Atemstillstände während des Schlafes gekennzeichnet. Mit einem Vorkommen von zwei bis vier Prozent in der erwachsenen Bevölkerung handelt es sich um die häufigste schlafbezogene Atemstörung. Bei Fettleibigkeit steigt der prozentuale Anteil der Betroffenen auf 20 - 40 Prozent.

In der Studie zeigte sich, dass Studienteilnehmer, die mediterrane Diät erhielten, weniger Atemstillstände während der REM-Phase (Rapid-Eye-Movement) hatten als die Vergleichsgruppe mit normaler Kost. Die Phase des REM-Schlafes nimmt ca. 25 Prozent der Gesamtschlafdauer ein. Zudem hielten sie die kalorienarme Diät konsequenter ein und unternahmen mehr körperliche Aktivitäten.

In der Studie hatten 20 Teilnehmer mediterrane Kost (wenig rotes Fleisch, viel Fisch, Gemüse, Früchte und täglich ein bis zwei Gläser Rotwein) erhalten, in der Vergleichsgruppe wurde "normale" Kost (viel rotes Fleisch, wenig Fisch, Gemüse und Früchte, kein Rotwein) gereicht. Außerdem wurden beide Gruppen dazu ermutigt, sich mindestens 30 Minuten täglich zu bewegen. Alle Teilnehmer erhielten zusätzlich eine Beatmungsmaske, die durch einen Luftstrom die oberen Atemwege während der Nacht frei hielt.

Zu Beginn der Studie und nach einem halben Jahr untersuchten die Forscher in einer Schlafanalyse (Polysomnographie) Gehirnaktivität, Augenbewegungen (REM) und Schnarchen als Marker für die Schlafapnoe und ermittelten den gesamten Gesundheitszustand der Patienten.

Die Ergebnisse dieser kleinen Studie zeigen zwar einen Rückgang der Symptome während einer kurzen Schlafphase, jedoch keine generelle Verbesserung in der Schwere des Gesamtbildes. Weitere Studien mit größerer Teilnehmerzahl sind daher erforderlich, um den positiven Einfluss der Ernährung auf schlafbezogene Atemstörungen zu verstehen.

Quelle:
Papandreou C. et al.: Effect of Mediterranean Diet vs Prudent Diet Combined with Physical Activity on OSAS. In European Respiratory Journal, 2011, 2, November


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