Erfolgsaussichten und Überlebensraten

Die Überlebensraten für Lungentransplantierte haben sich seit den 1980er Jahren kontinuierlich verbessert. Für Operationen zwischen 1990 und 2012 errechnet die Internationale Gesellschaft für Herz- und Lungentransplantation (ISHLT) eine Überlebensrate von 88 Prozent drei Monate nach der Transplantation, 80 Prozent nach einem Jahr, 53 Prozent nach fünf Jahren und 32 Prozent nach zehn Jahren. Die Tendenz der Überlebensraten ist nach wie vor steigend.



Die individuellen Chancen eines Patienten lassen sich aus diesen Zahlen nicht ableiten, sie hängen von vielen Werten ab: Zum Beispiel ergibt sich statistisch eine deutlich höhere Überlebensrate für Transplantationskandidaten unter 50 Jahren als für Patienten über 50 Jahren.

Auch die ursprüngliche Erkrankung, wegen der die Transplantation vorgenommen wird, hat einen Einfluss auf den Erfolg. So treten bei Patienten mit Lungenhochdruck und Idiopathischer Lungenfibrose (IPF)  innerhalb der ersten drei Monate die meisten schweren Komplikationen auf. Deutlich besser überstehen Menschen mit Lungenemphysem (COPD) oder Mukoviszidose die ersten Wochen nach einer Lungentransplantation. Betrachtet man dagegen die Zehn-Jahres-Überlebensraten, sind diese für COPD- oder IPF-Patienten schlechter als bei anderen Indikationen, vermutlich auch weil diese Patienten im Durchschnitt älter sind und häufiger noch an anderen schweren Erkrankungen leiden.

Bei all den Zahlen sollte man nicht vergessen, dass es sich immer um statistisch errechnete Durchschnittswerte handelt. Eine Lungentransplantation bringt gewöhnlich eine enorme Steigerung der Lebensqualität mit sich. Viele Transplantierte empfinden schon allein das problemlose Luftholen als großen Zugewinn. Der Aktionsradius steigt, oft sind Berufstätigkeit und meist Sport wieder möglich. In einer Studie des Deutschen Zentrums für Lungenforschung haben 37 Prozent der Transplantierten nach Lungentransplantation wieder eine Arbeit aufgenommen.

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Informationen zum Inhalt

Quellen:

  • Wissenschaftliche Beratung: PD Dr. med. Jens Gottlieb, Med. Hochschule Hannover

    Letzte Aktualisierung:

    29.04.2015

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