Lungenkrebs: Forschungsansätze

Jeder fünfte, in Deutschland an Lungenkrebs Verstorbene hat in seinem Leben nie geraucht. Unter diesem Aspekt ist es wichtig, nach weiteren Ursachen, Auslösern und genetischen Prädispositionen zu suchen.

Derzeit arbeiten Wissenschaftler daran, die verschiedenen Krebsarten genauer molekularbiologisch und biochemisch zu charakterisieren, damit die Behandlung spezifischer auf die vorliegende Krebsart angepasst werden kann. Vorrangig geht es darum, die unter dem Begriff „nicht-kleinzelliges Lungenkarzinom“ zusammengefassten Typen zu differenzieren und gezielter zu therapieren. Mit spezifischen Molekülen lassen sich beispielsweise Signalwege unterbrechen oder Rezeptoren blockieren, die der Krebs zum Wachstum braucht, oder die Ausbildung von Blutgefäßen unterbinden, die den Tumor mit Nährstoffen und Sauerstoff versorgen. Solche Verfahren werden intensiv untersucht und befinden sich zum Teil schon in klinischen Tests.

Welche neuen Therapieverfahren werden geprüft?

Die Forschung konzentriert sich seit einigen Jahren darauf, wichtige molekularbiologische Eigenschaften von Tumorgewebe und ihre jeweilige Funktion aufzuklären. Daraus erhoffen sich Wissenschaftler weitere neue Ansätze für die Behandlung, vor allem die Entwicklung weiterer zielgerichteter Arzneimittel. Große Fortschritte hat auch ausgerechnet eine der ältesten Behandlungsstrategien gegen Krebs gemacht, die Strahlentherapie. An der Entwicklung neuer Formen der Chemotherapie sind ebenfalls viele Mediziner und Forscher beteiligt. Auch die Behandlung der belastenden Symptome einer Lungenkrebserkrankung gelingt heute besser als noch vor etwa zwanzig Jahren.

In klinischen Studien können vor allem Lungenkrebspatienten mit fortschreitender Erkrankung unter Umständen schon früh von neuen Entwicklungen profitieren. Die Vor- und Nachteile einer Studienteilnahme gegenüber der geprüften Standardbehandlung sollten Patienten gemeinsam mit ihren Ärzten gegeneinander abwägen.

Quelle: Krebsinformationsdienst

 

Gibt es eine Impfung gegen Lungenkrebs?

Ein Ansatz, der in den letzten Jahren viel diskutiert wurde, ist die „Impfung gegen Lungenkrebs“. In den bisher durchgeführten Studien bekamen Patienten veränderte und teilungsunfähig gemachte Krebszellen oder Bruchstücke der Tumorzellen, sogenannte "Peptide", verabreicht. Man hoffte, das Immunsystem der Erkrankten gegen die Tumorzellen zu aktivieren. Die Ergebnisse waren bisher allerdings eher enttäuschend, ähnlich wie auch bei anderen Tumorarten.


Quelle: Krebsinformationsdienst

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