Lungenfibrose - was ist das?

Lungenfibrosen oder fibrosierende Lungenerkrankungen sind der Sammelbegriff für eine ganze Reihe unterschiedlicher Krankheitsbilder. Die Gemeinsamkeit besteht darin, dass es bei allen zu einem Umbau des Lungengerüsts kommt. Oder wie Fachleute sagen – des Interstitiums. Interstitium bedeutet Zwischenraum und meint das Binde- und Stützgewebe, das die Lungenbläschen und auch die kleinen Bronchien umgibt. Deshalb werden die Begriffe interstitielle Lungenerkrankung und Lungenfibrose oft synonym benutzt. Was sachlich allerdings nicht ganz korrekt ist, da nicht jede der mehr als 200 verschiedenen interstitiellen Lungenerkrankungen unbedingt zu einer Lungenfibrose führt.

Fibrose bedeutet Vermehrung der Bindegewebsfasern
Unter einer Fibrose – das Wort ist abgeleitet vom lateinischen fibraz = Faser – versteht man zunächst allgemein die Vermehrung von Bindegewebsfasern in einem Organ. Dieser Prozess liegt auch der Lungenfibrose zu Grunde. Das vermehrt gebildete Bindegewebe verhärtet und vernarbt dann. Durch diese Umbauprozesse nimmt die Dehnbarkeit der Lunge ab, und der Gasaustausch - also die Aufnahme von Sauerstoff aus der Atemluft ins Blut und die Abgabe von Kohlendioxid - wird behindert. Resultat ist eine Einschränkung der Lungenfunktion, mit folgenden möglichen Symptomen: Trockener Reizhusten, Atemnot – zunächst nur bei Belastung, später auch in Ruhe – und mit Fortschreiten der Lungenfibrose zunehmend Anzeichen einer Sauerstoffunterversorgung. Endstadium der Erkrankung ist die sogenannte Honeycomb Lung, eine praktisch funktionslose Wabenlunge.
Erfahren Sie mehr über Grundlagen der Lungenfibrose
Quellen: |
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Letzte Aktualisierung: |
26.10.2011 |
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