Welchen Einfluss haben Luftschadstoffe?
Welche Bedeutung die Luftverschmutzung durch Verkehr und Industrie für die Entwicklung von Asthma hat, wird in der Wissenschaft nach wie vor kontrovers diskutiert. Nach derzeitigem Kenntnisstand sind klassische Luftschadstoffe wie Schwefeldioxid und Schwebstaub nicht ursächlich an Asthma beteiligt. Allerdings zeichnet sich ab, dass gerade verkehrsbedingte Schadstoffbelastung die Atemwegssymptome bei Asthmatikern verstärkt, die Lungenfunktion verschlechtert und die Sensibilisierung gegenüber Allergenen fördert.
Mit den Auswirkungen von industriell erzeugten Luftschadstoffen beschäftigen sich Wissenschaftler am Helmholtz Zentrum für Umweltforschung in Leipzig/Halle. Gemeinsam mit Wissenschaftlern der Universität Leipzig und der Universität La Plata in Argentinien stellten sie fest, dass rund ein Viertel bis ein Drittel der in Industriegebieten von La Plata lebenden Kinder verschiedenen Symptome von Atemwegserkrankungen zeigen, unter anderem Asthmaanfälle und asthmatypische Atemgeräusche. Am Stadtrand und auf dem Land war die Rate nur halb so hoch. Weitere Informationen finden Sie dieser Pressemitteilung des UFZ.
Insgesamt besteht bei der Ergründung des Einflusses von Schadstoffen auf die Entstehung und den Verlauf von Asthma noch Forschungsbedarf. Neue Erkenntnisse erhofft man sich vor allem von großen epidemiologischen Untersuchungen wie der derzeit noch laufenden GABRIEL-Studie, in die auch Daten zur Luftverschmutzung einfließen.
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