Prävention von Allergien

In der gemeinsam von den führenden Fachgesellschaften verabschiedeten Leitlinie zur Allergieprävention sind einige Maßnahmen im wesentlichen in Hinblick auf Lebensgewohnheiten und Ernährung zusammengestellt, die zum Schutz vor Allergien empfohlen werden.

Viele Studien geben Hinweise darauf, dass Tabakrauchexposition, ein Schimmelpilz-förderndes Raumklima sowie Luftschadstoffe im Innen- und Außenraum das Allergierisiko erhöhen. Diese Risiken sollten daher insbesondere in der Schwangerschaft minimiert werden.

 

Stillen beugt vor

Stillen kann Allergien vorbeugen
Stillen kann Allergien vorbeugen. Foto: Fotolia

Zudem empfiehlt die Leitlinie, das Stillen über vier Monate sowie – wenn dies nicht oder nicht ausreichend möglich ist - alternativ bei Risikokindern hypoallergene Säuglingsnahrung. Fisch als Bestandteil der mütterlichen Ernährung während der Schwangerschaft und Stillzeit kann einen schützenden Effekt haben.

Felltragende Haustiere, besonders Katzen, sollte man bei Risikokindern nicht halten, da es in vielen Studien Hinweise gibt, dass Katzenhaltung das Allergierisiko erhöht. Übergewicht zu vermeiden, kann ebenfalls - insbesondere bei Kindern – zur Allergieprävention empfohlen werden.

 

Schützt das Leben auf dem Bauernhof?

Darüber hinaus gibt es noch eine Reihe von Empfehlungen, wie das Immunsystem stimuliert und damit vor der Ausbildung allergischer Krankheitsbilder geschützt werden kann. Dazu zählen etwa das Aufwachsen auf einem Bauernhof, der Besuch einer Kindertagesstätte in den ersten zwei Lebensjahren oder der Vorteil eine höheren Anzahl älterer Geschwister.

Demgegenüber konnte bislang kein Beleg dafür erbracht werden, dass Impfungen das Allergierisiko erhöhen. Vielmehr gibt es Hinweise, dass Impfungen das Allergierisiko sogar senken können. Daher wird allen Kindern, auch Risikokindern, die Impfung gemäß den Empfehlungen der Ständigen Impfkommission  empfohlen.

Die ursprüngliche Empfehlung, den Hausstaubmilbengehalt bereits als rein vorbeugende, sogenannte primärpräventive Maßnahme zu reduzieren, wurde in der aktuellen Fassung der Leitlinie zurückgenommen.

 

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Forschungsansätze

FORSCHUNGSANSÄTZE: Wissenschaftler fahnden auf Hochtouren nach Präventions- und effektiven Therapiemöglichkeiten bei allergischen Atemwegserkrankungen. Aber noch sind viele Fragen offen ...weiter

 

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Informationen zum Inhalt

Quellen:

  • Wiss.Beratung: Prof. Dr. Carsten Schmidt-Weber, Helmholtz Zentrum München, ZAUM
    2010
  • Wiss.Beratung: Prof. Dr. Heidrun Behrendt
    2009
  • FLUGS-Fachinformationsdienst 2006: Informationsportal Allergien

Datum:

20.12.10

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Mehr Informationen zur Vorbeugung von Heuschnupfen und allergischen Erkrankungen findet sich in der Leitlinie Allergieprävention

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